Fahndung : Mord an Polizistin aufgeklärt?

Die Ermittlungen in Heilbronn führen zu einer Serientäterin aus dem Drogenmilieu. Sie gilt als hochgefährlich.

Polizistenmord
Trauer um die ermordete Polizistin in Heilbronn.Foto: dpa

Heilbronn – Sieben Wochen nach dem Mord an einer Polizistin in Heilbronn hat die Auswertung von DNA-Spuren am Tatort zu einer gesuchten Serientäterin geführt. Nach einer langen Durststrecke stünden die Ermittler mit der „extrem wichtigen Spur“ nun vor einem „Durchbruch“, sagte ein Polizeibeamter am Samstag in Heilbronn. Der gesuchten Frau würden bereits zahlreiche schwere Verbrechen angelastet. Dasselbe DNA-Material sei an mehreren Tatorten gefunden worden, unter anderem auch bei einem Mordfall in Freiburg und bei einem Autodiebstahl in Heilbronn.

Verbindungen gebe es auch nach Österreich. Dort wurden am Samstag zwei Verdächtige festgenommen, die in Verbindung mit dem Mord stehen sollen. Das berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf das Landeskriminalamt Oberösterreich. Es handele sich um einen Serben und einen Polen, die Kontakt zu der Gesuchten hätten. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie Teil einer kriminellen Bande sind.

Es gebe außerdem Abklärungen mit der Polizei in Freiburg, wo 2001 ein Mann Opfer eines Raubmordes geworden war, hieß es bei der Polizei in Heilbronn. Nach Informationen der „Bild-Zeitung“ werden der Gesuchten außerdem zwei Morde, ein Mordversuch und ein Raubüberfall zugeschrieben. So soll sie 1993 in Idar-Oberstein eine 62-jährige Frau in deren Wohnung mit einem Blumenbindedraht erdrosselt haben. Die vermeintliche Täterin hinterließ DNA-Spuren an einer Einwegspritze, die 2001 in der Eifel gefunden wurden und bei zahlreichen Einbrüchen in Österreich.

Das Profil der Ermittler geht laut Zeitung von einer Frau aus Deutschland oder Osteuropa ohne festen Wohnsitz aus. Sie soll schwer drogenabhängig sei und mit verschiedenen Männern aus Osteuropa als Pärchen oder Bande unterwegs sein. An Tatorten habe sie Sritzen hinterlassen, das Tatmuster lasse auf Beschaffungskriminalität schließen.

Der 22-jährige Polizistin und ihrem 24 Jahre alten Kollegen war Ende April aus nächster Nähe in den Kopf geschossen worden. Der Kollege überlebte mit schweren Verletzungen und ist vor kurzem aus dem Koma erwacht. Er kann sich nicht an die Tat erinnern. Die DNA-Spuren waren an dem Streifenwagen der Beamten gefunden worden. Zur Aufklärung des Falls wurde eine Belohnung in Höhe von 100 000 Euro ausgesetzt.

Ende Mai hatten die Ermittler bekannt gegeben, dass die 22-jährige Polizistin im vergangenen Jahr zur Überführung eines Dealerpärchens zwei Mal als Drogenkäuferin in Zivil eingesetzt worden war. Es bestehe aber kein Zusammenhang zwischen ihrer Ermordung und dem Einsatz. Zuvor hatte es Berichte gegeben, dass sich die Anzeichen dafür mehrten, dass die Täter aus dem Drogenmilieu stammten und die Polizistin gezielt als Opfer wählten. AP/dpa

Rod Stewart, britischer Rockstar, hat sich zum dritten Mal getraut: An der ligurischen Küste gab der Sänger am Samstag seiner langjährigen Freundin, dem Model Penny Lancaster, das Jawort. Überraschend fand die Zeremonie jedoch weder – wie ursprünglich angenommen – auf einer Privatyacht vor Portofino noch auf einem Schloss statt, sondern im engsten Kreis in der 10 000-Seelen-Gemeinde Santa Margherita Ligure. Anschließend feierte die Hochzeitsgesellschaft nach Medienberichten in der Abtei Cervara auf dem Berg von Portofino. Die Hochzeit soll mehr als eine Million Dollar gekostet haben. dpa

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