Fahrwerkversagen : Bruchlandung in New York

Auf dem Flughafen LaGuardia bei New York ist das Fahrwerk einer Boeing 737 nach der Landung auf dem Rollfeld zusammengebrochen. Mindestens zehn Menschen wurden verletzt.

Torben David
Die Evakuierung des zusammengebrochenen Flugzeugs verlief ohne Zwischenfälle. Mindestens zehn Menschen wurden beim Aufprall verletzt, darunter niemand schwer.
Die Evakuierung des zusammengebrochenen Flugzeugs verlief ohne Zwischenfälle. Mindestens zehn Menschen wurden beim Aufprall...Foto: Reuters

Bei einem Zwischenfall mit einer Passagiermaschine auf dem New Yorker LaGuardia-Flughafen sind zehn Menschen leicht verletzt worden. Das vordere Fahrwerk der Boeing 737 sei anscheinend nach der Landung am Montagabend (Ortszeit) zusammengebrochen, teilte die Fluglinie Southwest mit. Die Nase der Maschine setzte daraufhin hart auf dem Rollfeld auf. Die Landebahn war bei der Bruchlandung stark beschädigt worden. Verschiedene Medien berichteten in New York unter Berufung auf den Flughafenbetreiber Port Authority von zehn Verletzten. Southwest sprach von fünf Insassen und drei Crew-Mitgliedern, die sich bei dem Zwischenfall auf dem Flug 345 leicht verletzt hätten. Alle 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder des in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee gestarteten Flugzeugs seien nach dem Zwischenfall erfolgreich evakuiert worden, hieß es in der Mitteilung von Southwest.

Grund für den Unfall noch unbekannt

Die Rettungsaktion verlief reibungslos, direkt nach Stillstand des Flugzeuges fuhren Einsatzwagen zur Unglücksstelle und alle Passagiere wurden über Notrutschen aus der Maschine geleitet. "Wir sind dankbar, dass es keine Toten gab und anscheinend auch keine schweren Verletzungen", teilte der Gouverneur des Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der Grund für den Unfall war zunächst nicht bekannt. Passagiere des Flugs sprachen einem Bericht der New York Times zufolge von einem "großen Knall" und einem "nach links wegfliegenden Reifen".

Der relativ kleine LaGuardia-Flughafen im New Yorker Stadtteil Queens, der hauptsächlich für Inlandsverbindungen genutzt wird, wurde vorübergehend gesperrt. Nach insgesamt 80-minütiger Sperrung wurde eine Landebahn wieder geöffnet, allerdings kam es weiter zu Verspätungen. Mit einer regulären Fortsetzung des Flugverkehrs ist erst Dienstagmorgen (Ortszeit) wieder zu rechnen. Erst Am 6. Juli war in San Francisco eine Boeing 777 der Asiana Airlines verunglückt. Drei Menschen starben. Damals war Kritik an einer möglichen Verzögerung der Evakuierung durch das Bordpersonal laut gewordem. (mit dpa)

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