Welt : Fall Levke: Leichnam identifiziert

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Cuxhaven/Olpe Bei der kürzlich gefundenen Mädchenleiche handelt es sich laut DNA-Analyse eindeutig um das Anfang Mai verschwundene achtjährige Mädchen Levke aus Cuxhaven. „Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keine begründeten Zweifel, dass es sich bei den in Attendorn gefundenen sterblichen Überresten um Levke handelt.“, sagte LKA-Sprecher Frederick Holtkamp.

Unterdessen geht die Suche nach dem Täter mit Hochdruck weiter. Die Polizei begann am Fundort der Leiche bei Attendorn (Kreis Olpe) mit dem Roden des Waldstückes. Die Bäume werden nicht gefällt, aber die unteren Äste werden abgeholzt.

Die Polizisten sammeln die Äste und packen sie in die Tüte. „Das abgeholzte Material soll nach Polizeiangaben vollständig abtransportiert und kriminalistisch untersucht werden. Spezialisten könnten in dem Material womöglich entscheidende Haar- oder Faserspuren finden“, sagte Polizeisprecher Karsten Bode.

Die Ermittler hoffen, bei der Aktion Hinweise darauf zu finden, unter welchen Umständen die Mädchenleiche in diese fast unberührte Gegend gelangte. Es soll eine Fläche von rund 100 Quadratmetern freigelegt werden. Dort hatte ein Pilzsammler die Leiche Anfang vergangener Woche zufällig gefunden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter in dem schwer zugänglichen Dickicht beim Hindurchzwängen zwischen den Zweigen etwas hinterlassen hat. „Wir haben hier den Fall, dass es uns der Täter mit dem abgelegenen Waldstück sehr einfach gemacht hat“, sagte Oestmann. In einem viel besuchten Wald wäre so eine Aktion sinnlos, weil es dort zu viele Spuren von zu vielen Menschen gäbe. Die Untersuchung des Baummaterials kann Monate dauern. „Der Täter kann ruhig wissen, dass wir alles unternehmen werden, um ihn seiner gerechten Strafe zuzuführen“, sagte Polizeisprecher Torsten Oestmann. Noch gebe es aber keine heiße Spur. Die 70-köpfige Sonderkommission „Levke“ geht mehr als 2500 Hinweisen nach.wor/dpa

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