Familiendrama : 33-Jährige zerstückelt vermutlich Ehemann

Ein Polizeibeamter aus Langerringen wurde vermutlich von seiner Ehefrau erschlagen und anschließend zerstückelt. Seine Frau wurde festgenommen, die zwei gemeinsamen Kinder kamen zu den Großeltern.

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In Langerringen bei Augsburg spielte sich das Ehedrama ab. Foto: -dpa

LangerringenEine 33-Jährige in Langerringen bei Augsburg hat ihren Ehemann vermutlich erschlagen und dann zerstückelt. Die Leiche des 46 Jahre alten Polizeibeamten sei am Samstag ohne Beine an einem Feldweg in der Nähe des Wohnorts gefunden worden, teilte die Polizei am Sonntag in Augsburg mit. Die Beine wurden 600 Meter entfernt in einem Plastiksack verpackt entdeckt. Die 33 Jahre alte Ehefrau und Mutter der beiden gemeinsamen Kinder wurde noch in der Nacht zum Sonntag festgenommen. Der eineinhalb Jahre alte Sohn und die vier Jahre alte Tochter sind laut Polizei in der Obhut der Großeltern.

Es sei bekannt gewesen, dass sie Eheleute viel stritten

Nach ersten Erkenntnissen starb der Mann durch massive Gewalteinwirkung auf den Kopf. "Wie der genaue Tatablauf war, wissen wir nicht", sagte Polizeisprecher Manfred Gottschalk. Auch die zeitliche Abfolge und die genauen Hintergründe der Tat seien unklar. Die Beamten gehen aber von einem Ehedrama aus. Es sei bekannt gewesen, dass es zwischen den Eheleuten immer wieder zu Streit gekommen war. Unter den Kollegen bei der Augsburger Polizei herrsche große Betroffenheit, sagte Gottschalk.

Die Frau hatte am Freitagnachmittag die Polizei alarmiert und angegeben, ihr Mann habe das Haus zu Fuß verlassen, ohne zu sagen wohin er wolle. Die Polizei leitete sofort eine umfangreiche Suche mit zahlreichen Beamten, Hunden und Hundeführern ein. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Letztlich entdeckte ein Spaziergänger die Leiche. Der Tote habe in einem bewachsenen trockenen Graben am Wegesrand gelegen.

Bei ersten Befragungen im Umfeld des Toten habe sich der Tatverdacht gegen die Ehefrau ergeben. Ob und wie sich die Frau zu den Vorwürfen äußerte, wurde nicht bekannt. Sie wird voraussichtlich dem Haftrichter vorgeführt werden. (yr/dpa)

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