Fastenvorsätze der Deutschen : Jeder Fünfte will seltener ans Smartphone

Die meisten Deutschen wollen in der Fastenzeit auf Alkohol und Süßigkeiten verzichten. Doch 21 Prozent haben sich auch einen zeitweisen Entzug von Computer und Smartphone verordnet.

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Einfach mal ausschalten. Jeder Fünfte in Deutschland hat sich für die nächsten Wochen Online-Fasten vorgenommen.
Einfach mal ausschalten. Jeder Fünfte in Deutschland hat sich für die nächsten Wochen Online-Fasten vorgenommen.Foto: dpa

Für die Fastenzeit hat sich jeder fünfte Deutsche vorgenommen, seine private Smartphone- und Internetnutzung zu reduzieren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK. Deutlich weiter vorne allerdings liegt der Verzicht auf Alkohol (67 Prozent) und Süßigkeiten (66 Prozent).

38 Prozent wollen ihren Fleischkonsum reduzieren, jeder Dritte will seltener vor dem Fernseher sitzen, und 32 Prozent möchten das Rauchen einschränken. Das Auto öfter mal stehenzulassen, planen 15 Prozent.

Das Bedürfnis zum Internetfasten haben vor allem Ältere

Vor allem bei jungen Menschen ist bewusster Verzicht angesagt, zwei von drei Befragten dieser Altersgruppe haben sich der Umfrage zufolge für die nächsten Wochen eine Fastenaktion vorgenommen. Ans Internetfasten jedoch wagen sich unter den 18- bis 29-Jährigen grade mal zwölf Prozent. Bei den über 45-Jährigen dagegen plant jeder Vierte eine Auszeit von Smartphone und Computer.

Geschlechtsunterschiede gibt es bei dem Vorsatz zum Online-Fasten kaum. Diese treten eher anderswo zutage. Bei den Männern ist Alkoholverzicht klarer Fastenfavorit. Frauen dagegen nehmen sich eher vor, bei Süßigkeiten eine Zeitlang enthaltsam zu sein.

Weniger Stress, mehr Zeit für Freunde und sich selber

Als Grund für die seltenere Nutzung von Handy und Computer wird am häufigsten der Wunsch nach weniger Stress genannt. Doch auch das Bedürfnis, die frei gewordene Zeit lieber mit Freunden und Verwanden zu nutzen, treibt mehr als jeden Zweiten 56 an. Und fast ebenso viele Befragte hoffen auf weniger Ablenkung und mehr Zeit für sich selbst.

Am häufigsten gefastet wird, wenn die Selbstangaben stimmen, in Nordrhein-Westfalen. Hier berichteten 64 Prozent, dass sie sich schon mindestens einmal für mehrere Wochen freiwillig einen Verzicht auferlegt haben. Eher unbeliebt dagegen ist das Fasten im Osten. Hier haben der Umfrage zufolge nur 46 Prozent Fastenerfahrung.

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