Welt : Fastnacht ade mit Nubbel und Hoppeditz

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Düsseldorf/Köln/Stuttgart Mit dem traditionellen Flammentod der Karnevals-Symbolfiguren „Hoppeditz“ und „Nubbel“ sind am Mittwoch in Düsseldorf und Köln die tollen Tage zu Ende gegangen. Auch in Baden-Württemberg haben die Narren traditionell mit großem Jammern und Wehklagen am Aschermittwoch Abschied von der Fastnacht genommen. In den Hochburgen der schwäbisch-alemannischen „Fasnet“ wurden Narrenbäume gefällt und versteigert, Stroh-Hexen verbrannt, ersäuft oder vergraben. In Mainz ging dagegen schon am Dienstagabend mit der Fastnachtsabschiedsparty die Narretei offiziell zu Ende.

Beim großen Karnevalskehraus haben Düsseldorfer „Saubermänner“ gut 130 Tonnen Müll auf den Straßen der Landeshauptstadt zusammengefegt. In Köln, wo man den Dreck nach Volumen bemisst, türmte sich nach der großen Sause ein Berg von 1900 Kubikmetern Karnevalsmüll. In Mainz waren 90 Tonnen Müll abgeräumt worden.

Die Düsseldorfer „Hoppeditz“-Puppe wurde im Garten des Stadtmuseums unter Tränen und Trauer eingeäschert und wird erst am 11. November wieder zu neuem Leben erweckt. Die Kölner hatten ihren geliebten „Nubbel“ schon während der Nacht lärmend durch die Straßen getragen und um Mitternacht mit Beginn des Aschermittwochs verbrannt. In Wolfach und Freiburg kamen die Narren zur Geldbeutelwäsche zusammen. Die Beutel, die sich zur Narrenzeit vollständig geleert haben, wurden in einem Brunnen gewaschen und anschließend an einer Wäscheleine zum Trocknen aufgehängt.

Der britische Popstar Seal, der mit seiner Verlobten Heidi Klum zwei Karnevalszüge mitmachte, hat offenbar Spaß an der rheinischen Lebensart gefunden. Er wolle jetzt einen Karnevalshit schreiben, sagte er dem Kölner „Express“. dpa

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