• Faustschlag auf dem Wiener Opernball: Begleiter von Johannes B. Kerner schlägt zu
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Faustschlag auf dem Wiener Opernball : Begleiter von Johannes B. Kerner schlägt zu

Der Wiener Opernball hat ein höchst unübliches Nachspiel. Ein deutscher Geschäftsführer pöbelte Johannes B. Kerner. an, schüttete ihm sogar sein Sektglas hinterher. Dann platzte Kerners Begleitung der Kragen: Er schlug zu. Die Polizei ermittelt.

Voller Kinnhaken in der Wiener Oper.
Voller Kinnhaken in der Wiener Oper.Foto: BREUEL-BILD

Nach einer Faustattacke auf dem Wiener Opernball hat die Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung aufgenommen. Ein Begleiter des TV-Moderators Johannes B. Kerner hatte nach Aussagen von Zeugen einem pöbelnden Gast mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihm eine blutende Wunde am Kinn zugefügt.

Zuvor hatte der Mann, ein deutscher Staatsbürger, den Moderator beschimpft und ihm ein Sektglas hinterhergeworfen. Kerner selbst war an der tätlichen Auseinandersetzung nicht beteiligt. Für die Ermittlungen würden „alle Zeugen, die uns zur Verfügung stehen“ befragt sowie das vorhandene Bild- und Filmmaterial ausgewertet, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Kerners Begleiter schlug nach Sekt-Zwischenfall zu

Der Vorfall spielte sich in der Nachbarschaft der Loge von Unternehmer Richard Lugner ab. Kerner hatte dort seinen TV-Kollegen Oliver Pocher besucht und danach Interviews gegeben. Laut Augenzeugen bedrängte der pöbelnde Mann den Moderator mehrfach. Kerner habe versucht, den offenkundig Betrunkenen zu beruhigen und sei schließlich gegangen. In diesem Moment habe der Mann den Sekt aus seinem Glas Kerner hinterhergeschüttet, aber seinen Begleiter getroffen. Der habe sich wortlos umgedreht und zugeschlagen. Von Kerner war am Freitag zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Staatsoper war betrübt. „Wir finden den Vorfall äußerst bedauerlich“, sagte Sprecher André Comploi. Das Haus wolle nun zunächst das Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen abwarten. Die Szene überschattete den 58. Opernball, der als glanzvoller Höhepunkt der Wiener Ballsaison mit ihren 450 oft aufwendigen Tanzfesten gilt. Mehr als 5000 Menschen tanzten in der zum Ballsaal umgebauten Staatsoper bis in den frühen Morgen.
Der diesjährige Stargast Lugners, das 33-jährige It-Girl Kim Kardashian aus den USA, schien wenig Gefallen am Geschehen zu finden.

Nach nur knapp zwei Stunden verließ sie Lugners Loge. Ein gemeinsamer Tanz kam nicht zustande. Das Verhältnis zwischen dem Gastgeber und seinem Gast war schon zuvor äußerst getrübt. Aus Sicht des 81-Jährigen hatte Kardashian mehrere vertragliche Pflichten nicht erfüllt und außerdem mit vielen Sonderwünsche sein Nervenkostüm strapaziert. Lugner lädt seit 1992 gegen Geld meist prominente Frauen in seine Loge. (dpa)


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