"Fay" : Tropensturm fordert weitere Menschenleben

In Haiti und der Dominikanischen Republik hat der Sturm "Fay" bereits vermutlich dutzende Menschen das Leben gekostet. Wetterexperten fürchten, dass aus "Fay" nun ein Hurrikan werden könnte - mit Kurs auf den Südosten der USA. Inzwischen haben sich über 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht.

Havanna/MiamiNach dem Unfall eines Lastwagens, der als Bus diente, werden auf Haiti rund 30 Menschen vermisst, berichtete die Zeitung "Le Nouvelliste" am Montag in ihrer Internetausgabe. Der Zivilschutz des Landes hatte die Zahl der Toten in einer ersten Bilanz bereits am Sonntag mit sieben beziffert. Auch aus dem Nachbarland Dominikanische Republik waren mindestens vier Tote gemeldet worden.

Inzwischen bewegt sich der Wirbelsturm weiter auf den Westen Kubas zu und wird am Abend nach Berechnungen des Hurrikan-Zentrums in Miami (USA) die Keys in Florida erreichen. Am frühen Montagmorgen war das Zentrum des Sturms noch etwa 250 Kilometer von Key West entfernt. Die Region liegt zeitlich sechs Stunden hinter der Mitteleuropäischen Sommerzeit.

Dutzende Häuser zerstört

Zu dem schweren Unfall in Haiti war es gekommen, als der Lastwagen beim Passieren eines Flusses umstürzte. Zwölf Verletzte seien vom Roten Kreuz versorgt worden, erklärte Marie Alta Jean Baptiste vom Zivilschutzamt. Die Verletzten hätten von 30 weiteren Passagieren gesprochen, die aber nicht auffindbar seien. Im Süden Haitis wurden zudem dutzende Häuser von dem Sturm zerstört oder beschädigt. Schwere Regenfälle lösten zahlreiche Erdrutsche aus.

In Florida wurden inzwischen rund 25.000 Menschen vor "Fay" in Sicherheit gebracht. Der Tropensturm bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 Kilometern pro Stunde auf die Region zu. Meteorologen schließen nicht aus, dass er sich noch zu einem Hurrikan verstärken wird. (sf/imo/AFP/dpa)

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