Feiertage : Mindestens 14 Tote bei Unglücken

An den Weihnachtsfeiertagen sind in Deutschland bei Unglücken mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben starben elf Personen bei Bränden, drei erstickten höchstwahrscheinlich aufgrund einer undichten Gasleitung.

Berlin Das schwerste Unglück ereignete sich im nordrhein-westfälischen Unna. Dort kamen bei einem Feuer in der Nacht zum Freitag fünf Hausbewohner ums Leben. Weitere Brandopfer waren in Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zu beklagen. Zudem wurden zahlreiche Menschen verletzt.

Nach dem schweren Hausbrand in Unna stellte die Feuerwehr die Suche nach weiteren Opfern ein. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Dortmund am Samstag sagte, dauert die Obduktion der Leichen an. Zur Identität der Toten und zur Brandursache gibt es noch keine Klarheit. Die beiden Schwerverletzten - ein 56 Jahre alter Mann und eine Frau - werden intensivmedizinisch betreut, wie es hieß.

Bei dem Gebäude handelt es sich um ein älteres Einfamilienhaus einer früheren Zechensiedlung mit mehreren Anbauten. In dem Haus waren sechs Personen gemeldet. Offenbar hatte der gerettete 56-Jährige den Brand noch selbst bemerkt und über Mobiltelefon die Polizei alarmiert. Beim Eintreffen der Rettungskräfte brannte der Anbau bereits in voller Ausdehnung.

Bei einem Hausbrand in Freiburg kam in der Nacht zum ersten Weihnachtstag ein 79-jähriger Mann ums Leben. Seine 87-jährige Ehefrau erlitt schwere Verletzungen. Das Feuer war aus noch unbekannter Ursache in der Wohnung im zweiten Geschoss ausgebrochen.

Eine 47-Jährige starb in Donzdorf im Kreis Göppingen. Die Frau hatte am Freitagmorgen zusammen mit ihrem Bruder bemerkt, dass die Küche in dem Einfamilienhaus in Flammen stand und die Feuerwehr alarmiert. Der Brand griff schnell auf das gesamte Gebäude über. Den Bruder fanden die Rettungskräfte im Freien. Er wurde mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Seine Schwester entdeckten die Feuerwehrleute leblos im Haus. Sie ist offenbar erstickt.

Bei zwei Bränden in Wandlitz bei Berlin kamen am Heiligabend zwei Menschen ums Leben. In beiden Fällen gehen die Ermittler nach ersten Erkenntnissen von einem Defekt an einem technischen Gerät aus, wie ein Polizeisprecher sagte. Bei Löscharbeiten von einem Bauwagen fanden die Feuerwehrleute einen 52-Jährigen, der nur noch tot geborgen werden konnte. Zuvor war beim Brand eines Bungalows ein 67-Jähriger ums Leben gekommen.

Bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Hannover erlitt am ersten Weihnachtstag vermutlich die 33-jährige Mieterin tödliche Verletzungen. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Frau brennend am Balkon und brach kurz darauf bewusstlos zusammen, wie die Polizei mitteilte. Obwohl Nachbarn schon Matratzen auf den Boden gelegt hatten, war sie nicht gesprungen. Vier weitere Hausbewohner wurden verletzt.

Ein 64 Jahre alter Heimbewohner starb am Freitag bei einem Brand in einem Seniorenzentrum in Herten (Nordrhein-Westfalen). Laut Polizei wurde der Mann bei den Löscharbeiten tot in seinem Rollstuhl sitzend aufgefunden. Zuvor war es in einem Zimmer zu einem Feuer mit erheblicher Rauchentwicklung gekommen. Zwei Heimbewohner und eine Pflegekraft erlitten Rauchvergiftungen.

Bei einem Familienunglück mit drei Toten am Heiligabend in einer Wohnung in Frankfurt am Main geht die Polizei offenbar von einer defekten Gastherme aus. Messungen in den Räumen und erste toxikologische Untersuchungen der Toten ließen auf eine Kohlenmonoxidvergiftung schließen, sagte ein Polizeisprecher. Die 33-jährige Mutter und ihre 10 und 13 Jahre alten Jungen, alle eritreischer Abstammung, waren am Donnerstag gefunden worden. Der 43-jährige Vater wurde ebenfalls bewusstlos vorgefunden und konnte nach notärztlicher Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. dpa

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