Welt : Feuer bedroht 22 000 Häuser in Kalifornien

Los Angeles - Die Feuerwehr in Kalifornien hat die meisten der 23 gefährlichen Brände, die seit dem vergangenen Wochenende an der Westküste der USA wüten, unter Kontrolle gebracht. Dennoch blieben neun Feuersbrünste weiter gefährlich und bedrohten 22 000 Häuser, wie die Behörden mitteilten. Mehr als 200 000 Hektar Land wurden demnach bei den schwersten Bränden in Kalifornien seit 2003 verwüstet, sieben Menschen starben durch das Feuer, 64 weitere wurden verletzt. Abflauende Winde erleichterten die Arbeit der Feuerwehr, doch für Sonntag wurde wieder stärkerer Wind vorhergesagt.

„Das Wetter hat den Feuerwehrleuten große Fortschritte ermöglicht, aber es ist noch ein langer Weg“, sagte eine Sprecherin der kalifornischen Notfallbehörde. „Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen und auf das Beste hoffen“, sagte Rochelle Jenkins. Von den sieben Toten, die von den Behörden als direkte Opfer der Brandkatastrophe eingestuft werden, waren vier Mexikaner, die heimlich über die Grenze in die USA gekommen waren. Grenzbeamte hatten vier verkohlte Leichen, drei Männer und eine Frau, in Grenznähe gefunden.

Die US-Notfallbehörde Fema hat sich wegen einer Pressekonferenz entschuldigt, die sie mit Hilfe ihrer Angestellten für das Fernsehen simuliert hatte. Die Fema, die wegen ihrer zu langsamen Reaktion auf den Hurrikan „Katrina“ vor zwei Jahren in die Kritik geraten war, hatte am Dienstag erst 15 Minuten vor dem Termin zu einer Pressekonferenz zu den schweren Waldbränden in Kalifornien geladen. Da die Journalisten in so kurzer Zeit nicht zum Veranstaltungsort kommen konnten, gaben sich Angestellte des Ministeriums vor den laufenden Fernsehkameras als Reporter aus, die Fragen stellten. AFP

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