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Feuer in Wohnhaus : Vier Kinder sterben bei Brand in Saarbrücken

Bei einem Wohnungsbrand sind im Dachgeschoss eines Hauses in Saarbrücken am frühen Freitagmorgen vier Kinder getötet worden. Die Eltern und ein Baby konnten gerettet werden.

Feuerwehr am Einsatzort in Saarbrücken.
Feuerwehr am Einsatzort in Saarbrücken.Foto: dpa

„Zur Brandursache können wir noch nichts sagen“, erklärte Polizeisprecher Stephan Laßotta. Unter den Toten sei ein dreijähriges Zwillingspaar - beides Jungen. Außerdem starben in den Flammen zwei Mädchen im Alter von fünf und sieben Jahren, wie es nach ersten Informationen der Polizei hieß. Die Eltern und der Säugling wurden verletzt.

Nach Auskunft Laßottas stand fast die gesamte Familie schreiend an einem Fenster der Dachgeschosswohnung, als die Feuerwehr an dem Mehrfamilienhaus eintraf. Die Rettungskräfte retteten die Eltern und das Baby über eine Drehleiter aus den Flammen. Für die anderen Kinder kam jede Hilfe zu spät. Nach vorsichtigen ersten Einschätzungen sehe es nicht so aus, als ob jemand die Wohnung absichtlich in Brand gesetzt habe, meinte der Sprecher.

Der Landespolizeipräsident des Saarlandes, Norbert Rupp, zeigte sich bestürzt über die Tragödie. „Es ist ein ganz dramatisches Ereignis“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er selbst war am Morgen am Brandort. „Vier tote Kinder sind auch für den am härtesten gesottenen Polizisten und Feuerwehrmann eine sehr belastende Situation.“ Es sei klar für ihn gewesen, dass er als Landespolizeipräsident bei solch einem Ereignis vor Ort präsent gewesen sei, auch um den Einsatzkräften den Rücken zu stärken.

Video: Wohnungsbrand mit tödlichem Ausgang

Die Eltern werden nach Polizeiangaben psychologisch betreut. Sie waren wie auch der Säugling in ein Krankenhaus gebracht worden. Wie schwer sie verletzt wurden, war zunächst nicht zu erfahren.
Das Brandhaus liegt in einer Wohngegend an einer Ecke mit einer großen Kreuzung. In der Nähe verläuft die Bahnstrecke Richtung Frankreich. Die vier Giebelfenster der Wohnung waren rußgeschwärzt, die Spurensicherung befand sich vor Ort. (dpa)

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