Welt : Feuerwalzen bedrohen Portugals Wälder

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Lissabon Im Naturschutzpark des Arrábida-Gebirges, 50 Kilometer südöstlich der portugisischen Hauptstadt Lissabon, hat sich ein Waldbrand durch Hunderte Hektar Unterholz gefressen. An der Küste ging ein Ascheregen nieder, mehrere Strände wurden gesperrt. Ein Jahr nach der schwersten Brandkatastrophe in der Geschichte Portugals – damals wurden rund 400000 Hektar Wald vernichtet – muss sich die Regierung erneut vorhalten lassen, nicht genügend vorgebeugt zu haben. Zwar wurde eine Brandschutz- Agentur ins Leben gerufen, doch außer der Ernennung des Direktors sei bislang nichts geschehen, kritisieren Umweltschützer. Auch mangele es an Löschflugzeugen und Helfern, die Koordinierung sei miserabel. Die Feuerwehr warf den Behörden vor, noch während der Löscharbeiten Feuerwehrleute abgezogen zu haben, um die Brände an der Algarve zu bekämpfen.

Hin und wieder haben die verheerenden Feuer einen kriminellen Hintergrund: Brandstifter zündeln im Auftrag von Bodenspekulanten, die auf billiges Bauland hoffen, oder weil sie als Pyromanen Spaß daran haben. Oft ist aber auch Fahrlässigkeit im Spiel. dpa

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