• Feuerwehr fordert Reform für Katastrophenschutz Kongress erörtert Lehren nach den Anschlägen vom 11. September

Welt : Feuerwehr fordert Reform für Katastrophenschutz Kongress erörtert Lehren nach den Anschlägen vom 11. September

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Hamburg (dpa/tsp). Hamburgs Feuerwehrchef Dieter Farrenkopf hat neue Zuständigkeiten im Katastrophenschutz gefordert. „Die bisherige Aufteilung der Kompetenzen für den Katastrophenschutz mit den Ländern im Frieden und dem Bund im Verteidigungsfall – dieser Dualismus ist nicht mehr tragbar“, meinte Farrenkopf auf einem internationalen Kongress zum 11. September 2001. Bis Samstag diskutieren Feuerwehrleute, Notfallmediziner und Terrorismusforscher über mögliche Lehren aus den Anschlägen in den USA.

„Die Anschläge vom 11. September haben deutlich gemacht, wie überraschend Katastrophen über uns kommen können“, sagte Irmgard Schwaetzer vom Deutschen Komitee für Katastrophenvorsorge. Deutschen Katastrophenschützern fehlten die Erfahrungen mit Großeinsätzen wie in den USA. Farrenkopf hatte vor dem Kongress erklärt, Helfer und Notfallmediziner müssten künftig auf Katastropheneinsätze mit rund 1000 Verletzten eingestellt sein.

New Yorker Feuerwehrleute berichteten auf dem Kongress auch über ihren Einsatz im World Trade Center (WTC). „Wir hatten den größten Rettungseinsatz der Welt zu organisieren“, sagte Joseph Pfeifer, Chef einer Feuerwache in Manhattan Süd. Als Einsatzleiter schickte er die Kollegen in die brennenden Stockwerke. Auch sein Bruder sei darunter gewesen. „Ich habe ihn nie wiedergesehen“, sagte er.

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