• Feuerwerksexplosion: Keine Vergiftungen bei den Enschede-Überlebenden - Gutachten schließt Schäden aus

Welt : Feuerwerksexplosion: Keine Vergiftungen bei den Enschede-Überlebenden - Gutachten schließt Schäden aus

Die Bevölkerung von Enschede hat nach der Feuerwerksexplosion vor zwei Monaten offenbar keine gesundheitlichen Schäden durch frei werdende Schadstoffe davongetragen. Das gab die Koordinatorin für die gesundheitliche Nachsorge im niederländischen Gesundheitsministerium, Huysmann-Rubingk, am Donnerstag in Enschede bekannt. Die erste Teilauswertung von Blut- und Urintests, denen sich mehr als 4000 Bürger unterzogen hatten, habe keine Vergiftungen erkennen lassen.

Bei der verheerenden Explosion von mehr als 100 Tonnen Feuerwerkskörpern waren am 13. Mai in Enschede 21 Menschen ums Leben gekommen und 947 verletzt worden. Mehr als 400 Familien verloren ihre Wohnungen. Das niederländische Gesundheitsministerium hatte im Rahmen einer freiwilligen Reihenuntersuchung das Blut und den Urin der Bewohner des Katastrophenviertels und zahlreicher Helfer auf Schwermetalle wie Blei, Quecksilber und Kupfer untersucht. Dabei seien bis auf drei Fälle, die nicht im Zusammenhang mit der Explosion gestanden hätten, keine erhöhten Konzentrationen festgestellt worden, sagte Roel Huysmann-Rubingk. Gravierend seien hingegen die psychischen Belastungen. Nach dem Inferno litten zahlreiche Betroffene unter Schlafstörungen, Angstzuständen und Konzentrationsschwächen oder Depressionen.

Die beiden Direktoren des Unternehmens werden verdächtigt, die Vorschriften für die Lagerung von Feuerwerk nicht eingehalten zu haben. Sieben Mitarbeiter des Unternehmens räumten ein, illegalen Handel mit Profifeuerwerk getrieben zu haben.

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