Welt : Fichtelberg in weiß - Markusplatz in Venedig unter Wasser

Der November hält nun richtig Einzug: Auf dem 1214 Meter hohen Fichtelberg in Sachsen schneite es am Montag kräftig. Eine rund fünf Zentimeter dicke Schneeschicht bildete sich bis zum Nachmittag, teilte die Meteorologische Station auf dem hohen Gipfel mit. Auch in Südeuropa spüren die Menschen den Herbst. In Griechenland forderten Überschwemmungen ein Menschenleben. Eine 90-jährige Frau ertrank in ihrem Haus. Auf der spanischen Ferieninsel Menorca wurden wegen eines Sturms sämtliche Schiffsverbindungen eingestellt. Hunderte saßen fest.

Die herbstlich feuchte Kälte soll sich nun in Deutschland festsetzen. Es bleibt nass, regnerisch und nebelig, kündigen die Meteorologen an. Sie sagen ein "depressives und trauriges Novemberwetter" voraus.

Auf der spanischen Balearen-Insel Menorca saßen vor allem Menschen fest, die zur Nachbarinsel Mallorca übersetzen wollten. Viele konnten jedoch auf das Flugzeug ausweichen. Alle Flüge nach Palma seien ausgebucht. Die Windböen erreichten Geschwindigkeiten von 80 Stundenkilometern und verursachten Wellen von bis zu sechs Metern Höhe.

Auf dem Markusplatz in Venedig wateten am Montag die Menschen mit Gummistiefeln durch die Fluten oder überquerten den Platz auf Holzstegen. Ein Sportsmann paddelte mit einem Kanu zur Markuskirche. Starke Regenfälle setzten auch weite Teile der sizilianischen Hauptstadt Palermo unter Wasser, berichtete das italienische Fernsehen. In den Bergen vor den Toren Roms fiel auf einer Höhe von 1800 Metern derweil der erste Schnee. Im Aostatal wurde der Kleine Sankt-Bernhard-Pass wegen Schnee und Eis gesperrt.

Auf den Straßen im Erzgebirge und am Alpenrand ist vor allem am Dienstag mit Schneeglätte zu rechnen. Der meiste Schnee wird im Erzgebirge erwartet. "Fünf bis zehn Zentimeter könnten es werden", sagte Michael Bauer vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Allerdings reicht das nur für eine Schneeballschlacht - nicht zum Ski fahren. Die Temperaturen erreichen am Dienstag Werte zwischen fünf Grad am Alpenrand und zehn Grad am Rhein.

Richtig trüb wird es am Dienstag südlich von Berlin, bis zu den Alpen und zum Schwarzwald. "Da kann es auch mal zwei, drei Stunden lang regnen", prognostiziert Bauer. Zumindest vorübergehend sonnig könnte es im Nordwesten werden.

Am Mittwoch wird es noch kälter. Das Quecksilber steigt nur noch auf Werte zwischen zwei und acht Grad. Zudem bleibt es regnerisch. Erst am Donnerstag können die Regenschirme in vielen Teilen Deutschlands zu Hause gelassen werden. Nur zwischen dem Erzgebirge und Bayern erwarten die Meteorologen nochmals Niederschläge. Die Temperaturen liegen wieder zwischen zwei und acht Grad. "Am Freitag kommen im Nordosten neue Wolken mit etwas Regen, sonst bleibt es trocken und teils trüb, teils sonnig", sagte der Wetterexperte.

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