Welt : Fieber und Atemnot

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Als Ursache für die rätselhafte Lungeninfektion „Sars“ in Asien vermuten die Mediziner einen Virus. Trotz intensiver Untersuchungen in Vietnam, Hongkong und China konnten nach Angaben des Hamburger Tropeninstituts vom Samstag aber bisher noch keine Erreger identifiziert werden. Das klinische Bild der Krankheit entspreche einer so genannten atypischen Pneumonie (Lungenentzündung). Klassische bakterielle Erreger in diesem Zusammenhang (Chlamydien, Mykoplasmen oder Legionellen) seien aber nicht gefunden worden. Zu den ersten Symptomen zähle schnell kommendes hohes Fieber, Muskelschmerzen, Atemnot und Heiserkeit. Einige Patienten entwickeln eine beidseitige Lungenentzündung, einzelne mussten beatmet werden. Im Labor sei eine Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und ein Abfall der Blutplättchen (Thrombozytämie) zu erkennen. In Asien betroffen sind bisher Vietnam, China, Taiwan, Hongkong und Singapur. In Australien wurden 86 Krankheitsfälle registriert, in Kanada zwei. Die ersten Fälle wurden in der südchinesischen Provinz Guangdong (Kanton) gemeldet. dpa

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