Florida : Riesiger Rochen tötet Frau im Boot

Tödliche Begegnung auf hoher See: Ein Rochen ist vor der Küste Süd-Floridas in ein Ausflugsboot gesprungen und hat eine 55-jährige Frau an Bord erschlagen. Der bizarre Unfall ist nicht die erste dramatischen Begegnung zwischen Mensch und Rochen.

Rochen
Dieser Rochen sprang in ein Boot und tötete eine Amerikanerin. -Foto: dpa

"Alles deutet darauf hin, dass sie durch den Zusammenprall mit dem gefleckten Adlerrochen starb", sagt Jorge Pino von Floridas Wildschutz-Behörde (FWC). Das 35 Kilogramm schwere Tier sei mit voller Wucht auf den Kopf der Frau aus dem US-Staat Michigan gefallen, die zum Sonnenbaden an Deck lag. Sie war gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Schwester zum Fischen vor den Florida Keys unterwegs, einer Inselkette an der Südspitze des "Sonnenschein-Staates".

Nach Angaben der Behörden erlitt die Touristin Verletzungen im Gesicht und am Kopf, es gab aber zunächst keine Hinweise, dass der Rochen sie stach, berichtet die Zeitung "Miami Herald". Das Deck sei voller Blut gewesen. "Das ist so ungewöhnlich, so selten, so bizarr", sagt Pinio zu dem Unfall. "Sie war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort."

Rochen springen wie Tümmler

Gefleckte Adlerrochen sind in der Lage, mit dem ganzen Körper aus dem Wasser zu springen, meist wenn sie auf der Flucht sind oder einen parasitenfressenden Fisch loswerden wollen. Die Tiere können eine Spannweite von bis zu drei Metern erreichen. "Es ist ganz natürlich für sie, aus dem Meer zu springen, wie es Tümmler tun", sagte FWC-Sprecher Bobby Dube. "Das ist völlig normal und ziemlich spektakulär zu beobachten."

Es ist nicht das erste Mal, dass es zu einer dramatischen Begegnung zwischen Mensch und Rochen in Süd-Florida kam. Im Oktober 2006 sprang ein 15 Kilogramm schwerer Stachelrochen in ein Ausflugsboot und stach den Kapitän ins Herz. Das Opfer, das inzwischen 83 Jahre alt ist, erholte sich nach langen Wochen im Krankenhaus aber wieder, berichtete die Zeitung weiter. Der jüngste Unfall weckt auch Erinnerungen an den tragischen Tod des australischen Tierfilmers Steve Irwin. Der TV-"Krokodiljäger" war im September 2006 bei Unterwasseraufnahmen am Great Barrier Reef von einem Stachelrochen mitten ins Herz gestochen worden. (ck/dpa)

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