FLUG- UND FAHRGASTRECHTE : Hilfe für Wetter-Opfer

VERSPÄTETE FLÜGE

Die Fluglinie ist verpflichtet, die Reisenden mit Essen und Trinken zu versorgen. Verspätet sich ein Abflug um mehr als fünf Stunden, kann der Kunde zurücktreten und erhält Flug- oder Reisepreis zurück. Kommt ein Reisender mehr als drei Stunden verspätet am Zielort an, kann er von der Airline eine Entschädigung verlangen. Geht durch die Verspätung bei einer Reise ein vollwertiger Urlaubstag verloren, kann der Kunde beim Veranstalter eine Minderung des Reisepreises beantragen. Allerdings müssen Airlines und Veranstalter lediglich belegen, dass sie alles getan haben, damit der Flug pünktlich abhebt. Liegt höhere Gewalt vor, zum Beispiel bei einer Flughafensperrung, gibt es keinen Anspruch auf Entschädigung oder Schadenersatz. Minderungsansprüche können immer geltend gemacht werden.

AUSGEFALLENE FLÜGE

In diesem Fall müssen Veranstalter oder Fluggesellschaft alles tun, damit die Reise doch stattfinden kann. Ist der Flughafen gesperrt, können Airline oder Veranstalter die Reisenden kostenlos zu einem anderen Flughafen bringen. Dann gibt es aber Minderungsansprüche an den Flugpreis. Kann die Reise nicht angetreten werden, müssen Flug- oder Reisepreis erstattet werden.

STÖRUNGEN BEI DER BAHN Die meisten wetterbedingten Störungen gelten als höhere Gewalt, dann muss keine Entschädigung gezahlt werden. Liegt der Fehler bei der Bahn, hängt die Höhe der Entschädigung von der Länge der Verspätung ab. Reisende mit Tickets mit Zugbindung können bei Ausfällen auf andere Züge ausweichen. Auch ab einer bestimmten Verspätung ist das möglich. Der Fahrgastverband Pro-Bahn rät, sich am Service-Point zu erkundigen. jmi/as

Weitere Infos bei der Verbraucherzentrale Brandenburg unter www.vzb.de

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