Flughäfen : Sondermüll für zwei Millionen Euro

Seit November 2006 dürfen Flüssigkeiten, Cremes und Ähnliches nur noch in kleinen Mengen im Handgepäck mitgeführt werden. Wöchentlich entstehen so an Flughäfen sechs Tonnen Müll, die einem Warenwert von zwei Millionen Euro entsprechen.

Sondermüll
Sicherheitsvorschriften. Viele Flüssigkeiten müssen vor dem Flug entsorgt werden. -Foto: ddp

BerlinEin Jahr nach Inkrafttreten neuer Regelungen für Handgepäck in Flugzeugen müssen die Berliner Flughäfen weiterhin wöchentlich mehrere Tonnen Sonderabfall entsorgen. Es seien vor allem große Getränkeflaschen, mit denen Reisende an Bord gehen wollten, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft heute auf ddp-Anfrage. Die Regelung, wonach Passagiere auf allen Flügen, die von Flughäfen der Europäischen Union starten, Flüssigkeiten, Cremes und Parfüm nur noch in eingeschränkter Menge im Handgepäck mitnehmen dürfen, gilt seit 6. November 2006.

Den Angaben zufolge würden am Flughafen Tegel derzeit wöchentlich drei Tonnen des Sonderabfalls registriert. Vor einem Jahr habe die Menge noch sieben Tonnen pro Woche betragen. Mengen aus dem Flughafen Schönefeld mit hinzugerechnet, fallen im Monat 20 Tonnen Sondermüll an. Für Tempelhof liegen keine Zahlen vor.

Gefährliche Substanzen im Abfall

Wie die zuständige Entsorgungsfirma Nehlsen-Plump aus dem brandenburgischen Mittenwalde mitteilte, würden im Abfall regelmäßig gefährliche Substanzen gefunden. "Dazu gehören Spiritus in Getränkeflaschen, Brennpaste in Honiggläsern und Feuerwerkskörper", sagte Betriebsstättenleiterin Susanne Standke. Auch Deosprays in Verbindung mit Feuerzeugen stellten ein Gefahrenpotenzial dar.

Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Verkehrsflughäfen (ADV) werden an den deutschen Flughäfen täglich sechs bis sieben Tonnen Flüssigkeiten, Cremes und Parfüms entsorgt, was einem wöchentlichen Warenwert von zwei Millionen Euro entspreche. (mit ddp)

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