Flughafen-Mord : Bundesgerichtshof lehnt Revision ab

Ein Mann erschießt seine Frau am Check-In-Schalter des Stuttgarter Flughafens. Nachdem er zu einer lebnslänglichen Haftstrafe verurteilt wurde, geht er in Revision - diese wurde heute vom Bundegerichtshof abgewiesen.

KarlsruheEr erschoss seine Ex-Frau nicht einfach nur, er richtete sie regelrecht hin und sorgte so bundesweit für Schlagzeilen. Im März vergangen Jahres schoss Avdyl L. der 25 Jahre alten Frau mit einer Pistole fünfmal in den Kopf - am Check-In-Schalter des Stuttgarter Flughafens. Eine der Kugeln traf einen weiteren Passagier, der durch den Streifschuss am Oberschenkel verletzt wurde.

Vor dem Stuttgarter Landgericht gestand der 32-Jährige den Mord. Das Motiv: Er fühlte sich in seiner Ehre angegriffen, weil seine Frau ihn verlassen und wegen Misshandlungen angezeigt hatte. Zudem wollte der Mann scheinbar ein Wiedersehen der Frau mit den beiden gemeinsamen Töchtern verhindern. Das Urteil im vergangenen Dezember hieß lebenslänglich - mit einer besonderen Schwere der Schuld. Dieses verhindert eine vorzeitige Entlassung des Mörders vor dem Ablauf von mindestens 15 Jahren.

Der Angeklagte ging in Revision und beanstandete unter anderem Fehler bei der Beweisaufnahme. Am Freitag entscheidet der Bundesgerichtshof in Karlsruhe über den Fall und verwirft die Revision als unbegründet. Avdyl L sitzt jetzt wegen Mordes und schwerer Körperverletzung für mindestens 15 Jahre in Haft. (ddp/dpa/afp)

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