• Flugunglück: Concorde-Absturz: Gericht spricht Fluggesellschaft Continental frei

Flugunglück : Concorde-Absturz: Gericht spricht Fluggesellschaft Continental frei

Vor zwölf Jahren stürzte eine Concorde in der Nähe von Paris ab, dabei starben 113 Menschen, darunter 97 Deutsche. Nun wurde die US-Fluggesellschaft Continental im Berufungsverfahren freigesprochen - Schadenersatz muss sie dennoch zahlen.

29. November 2012: Vor zwölf Jahren stürzte eine Concorde in der Nähe von Paris ab, dabei starben 133 Menschen, darunter 97 Deutsche. Nun wurde die US-Fluggesellschaft Continental im Berufungsverfahren freigesprochen.Alle Bilder anzeigen
Foto: dapd
06.12.2010 11:3729. November 2012: Vor zwölf Jahren stürzte eine Concorde in der Nähe von Paris ab, dabei starben 133 Menschen, darunter 97...

Zwölf Jahre nach dem Absturz des Überschallflugzeugs Concorde bei Paris ist die US-Fluggesellschaft Continental von der strafrechtlichen Verantwortung für die Katastrophe freigesprochen worden. Ein Berufungsgericht in Versailles sprach der Fluggesellschaft aber eine zivilrechtliche Verantwortung zu. Daher muss Continental der französischen Fluggesellschaft Air France, für die die verunglückte Concorde flog, eine Million Euro Schadenersatz zahlen.

Das Berufungsgericht sprach am Donnerstag zudem zwei frühere Mitarbeiter der Fluggesellschaft sowie einen früheren Verantwortlichen der französischen Luftfahrtbehörde DGAC frei.

Bei dem Absturz der Concorde der französischen Fluggesellschaft Air France waren am 25. Juli 2000 113 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen 97 Deutsche. Die Concorde war kurz nach dem Start explodiert, nachdem sie auf der Startbahn des Pariser Flughafens Roissy Charles-de-Gaulle über ein Metallteil raste, das eine Continental-Maschine verloren hatte.

Im Herbst 2010 machte ein französisches Strafgericht Continental für das Unglück sowohl straf- als auch zivilrechtlich verantwortlich. In dem Prozess war ein Continental-Angestellter zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, der nun freigesprochen wurde. Sein Vorgesetzter und der französische Behördenverantwortliche waren bereits im ersten Prozess freigesprochen worden, mussten sich aber im Berufungsverfahren erneut verantworten.

(AFP)

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