Flugverkehr : Ferieninseln wieder unter Vulkanasche

Die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull hat am Dienstag den Luftverkehr über dem Süden der Iberischen Halbinsel, den Kanaren und Marokko lahmgelegt.

Reykjavik /Las Palmas/Berlin - Zahlreiche deutsche Urlauber an Mittelmeer und Atlantik konnten am Dienstag Sonnenmilch und Strandhandtuch wieder aus dem Koffer packen – und versuchen, eine wenn auch nicht freiwillig gewählte Urlaubsverlängerung zu genießen, so gut es geht: Die Aschewolke des Eyjafjallajökull legte am Dienstag den Luftverkehr über dem Süden Spaniens und Portugals, den Kanaren und Marokko lahm. Allein in Portugal und Spanien mussten die Behörden vorübergehend neun Flughäfen schließen.

 Am Morgen waren nach Angaben der spanischen Flughafenbehörde AENA sieben Flughäfen dicht. Erst später am Tag kam teilweise Entwarnung: Die Airports auf den Inseln Teneriffa und La Gomera sowie in der südspanischen Stadt Badajoz konnten nach mehreren Stunden wieder geöffnet werden. Auf den Kanaren gaben Piloten am Nachmittag nur auf dem Airport von La Palma keinen Schub. Auf dem spanischen Festland waren die Flughäfen von Sevilla und Jerez de la Frontera gesperrt. In Madrid durften statt 46 nur 38 Maschinen pro Stunde landen. Auch auf der portugiesischen Insel Madeira checkten Urlauber zur eigenen Überraschung nochmal im Hotel ein. Am Dienstagnachmittag sollte auch im Nordwesten des türkischen Luftraums nichts mehr gehen. Der größte internationale Airport in Istanbul sei aber nicht betroffen, hieß es.

In Deutschland gab es nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) und des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zunächst keinen Grund, Lufträume zu sperren. Bis Ende der Woche bleibe Deutschland von der Aschewolke aus Island verschont, teilte der DWD mit. In den kommenden Tagen soll die Wolke nach Angaben des Londoner Vulkanaschezentrums VAAC wegen der Wetterlage über dem Atlantik verharren. kög/dpa

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