Flugzeugunfall : Hobbypiloten aus Hochspannungsleitung befreit

Geschlagene drei Stunden musste ein Ehepaar aus Bayern kopfüber in einer Hochspannungsleitung ausharren, bis es schließlich befreit wurde. Die beiden Hobbypiloten hatten sich bei einem Landeanflug mit ihrem Sportflieger in der Überlandleitung verfangen.

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Hochseilakt. Die beiden Sportpiloten sind mit einem blauen Auge davongekommen. Das Flugzeug blieb in der Stromleitung hängen. -Foto: dpa

DurachIn einer dramatischen Rettungsaktion ist am Sonntag ein bayerisches Ehepaar aus einem Sportflugzeug geborgen worden, dass in einer Hochspannungsleitung hängen geblieben war. Die einmotorige Propellermaschine war beim Landeanflug auf den Flugplatz Durach in Bayern mit der Stromleitung kollidiert. Mehr als zwei Stunden hingen der Pilot und seine Frau kopfüber in ihren Gurten in rund 20 Metern Höhe. Nach knapp drei Stunden wurden sie schließlich mit einer hydraulischen Hebebühne von Bergführern der Polizei und Höhenrettern der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Die beiden aus dem Allgäu stammenden Eheleute wurden nicht verletzt, aber vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Das Flugzeug wurde mit einem 130 Tonnen schweren Autokran aus der Hochspannungsleitung gehoben. Das Elektrizitätswerk hatte den Strom zuvor abgeschaltet. Nach Polizeiangaben war der Pilot mit seiner Begleiterin im Landeanflug auf den Flugplatz Durach, als das Fahrwerk seines Sportflugzeugs die Überlandleitung berührte. Dabei verfing sich das rechte Rad und brachte das Sportflugzeug zum Kippen. Das Flugzeug pendelte hin und her, der psychische Zustand der beiden Insassen, die mit der Polizei in Funkkontakt standen, verschlechterte sich zunehmend. Eine Rettung per Hubschrauber war nach Polizeiangaben nicht möglich, da das instabile Flugzeug wegen des starken Luftzuges der Rotorblätter nach unten zu stürzen drohte. (fg/dpa)

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