Welt : Flugzeugunglück: Bruchlandung in Südspanien

Bei einem Flugzeugunglück an der spanischen Costa del Sol sind am Mittwoch drei Menschen getötet und 27 weitere teils lebensgefährlich verletzt worden. Nach Angaben der Luftfahrtbehörden war die vollbesetzte Turbo-Prop-Maschine der spanischen Regionalgesellschaft Binter bei einer Bruchlandung nahe des Flughafens von Malaga auf die Autobahn gestürzt. Als Ursache wurde der Ausfall eines oder beider Motoren vermutet. Die Maschine vom Typ CN-235 des heimischen Herstellers CASA war mit 44 Passagieren und der dreiköpfigen Crew am Morgen in der spanischen Nordafrika-Exklave Melilla gestartet. In der Türkei waren im Frühjahr bereits drei fast baugleiche Flugzeuge abgestürzt.

Bei den Toten handelt es sich um einen Franzosen, einen Marokkaner und einen Spanier.Unter den Verletzten sind auch mehrere Kinder. Viele Passagiere wurden eingeklemmt und mussten mit schwerem Gerät von der Feuerwehr befreit werden. Kurz vor der geplanten Landung in Malaga hatte der Pilot dem Tower gemeldet, er habe Probleme an Bord und müsse notlanden. Kurz vor der planmäßigen Landung schlug die Maschine dann bei starkem Wind auf die Autobahn-Fahrbahn auf.

Passagiere von Flug AX-8261 beklagten sich, die Retter seien viel zu spät eingetroffen. "Es dauerte fast zehn Minuten, bis wir die Tür des Notausgangs öffnen konnten, und bis Hilfe kam, dauerte es nochmal zwanzig Minuten", schimpfte ein Überlebender. Die Stewardess habe währenddessen schwer verletzt auf dem Boden gelegen. Während er in die Fernsehkameras sprach, klingelte sein Handy: "Ja ich lebe noch!" Am anderen Ende waren besorgte Verwandten.

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