Flussbadetag : "Big Jump" in die Flüsse Europas

Viele tausend Elbanwohner haben beim zweiten internationalen Elbebadetag am Sonntag ihren Fluss zur längsten Badeanstalt der Welt gemacht.

Hamburg (17.07.2005, 18:11 Uhr) - Vom tschechischen Riesengebirge bis Cuxhaven nahmen fast 60 Orte entlang der Elbe an der Aktion teil. Die Deutsche Umwelthilfe und das Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr initiierten den Badetag im Rahmen ihres Projekts «Lebendige Elbe».

In Hamburg, der größten Stadt an der Elbe, eröffnete Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) die Veranstaltung am Strandkai der HafenCity. Den Sprung ins kühle Nass wagte der Minister allerdings nicht. «Ich finde, es sind schon genug Politiker baden gegangen», sagte Trittin. Ex-Fußballer Uwe Seeler gab als Ehrengast um Punkt 14 Uhr mit einer mit Elbquellwasser gefüllten Wasserpistole den Startschuss zum «großen Sprung» in den Grasbrook-Hafen. Rund 40 Hamburger sprangen von einem Ponton ins Elbwasser.

Zeitgleich wurde europaweit an über 30 Flüssen in zwölf Ländern der erste europäische Flussbadetag gefeiert, der sich aus dem Elbebadetag entwickelt hat. Im Rahmen des Aktion «Big Jump» schwammen die Menschen unter anderem in der Loire und der Themse, im Ebro und im Po.

Bei einer Wassertemperatur von 21 Grad überquerten rund 150 Schwimmer den Rhein vom französischen Vogelgrun nach Breisach. «Der Rhein ist ökologisch auf einem guten Weg, die Arbeit für eine bessere Wasserqualität ist beispielhaft», sagte Ute Ruf von den «Big Jump»- Organisatoren. Ein Teil der Schwimmer hatte lange Badekleidung angezogen, so wie es die Bademode im 19. Jahrhundert vorschrieb.

Mit mehr als 200 Badefesten sollten beim «Big Jump» erste Erfolge im Ringen um saubere Flüsse gefeiert werden, teilte der Initiator «European Rivers Network» mit. (tso)

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