Welt : Fötale Zellen heilen Brandwunden

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Lausanne Schweizer Ärzte haben Brandwunden erfolgreich mit fötalen Hautzellen behandelt. Die Forscher der Universitätsklinik Lausanne vermehrten die Zellen eines 14 Wochen alten Fötus nach einem Schwangerschaftsabbruch und erzeugten neun mal zwölf Zentimeter große Matten, mit denen die Brandverletzungen von acht Kindern bedeckt wurden. Bei jedem Verbandwechsel wurde ein neuer Lappen auf die Wunde gelegt. Nach zwei bis drei Wochen waren die Verletzungen verheilt. Die Wissenschaftler vermuten, dass die fötalen Zellen Wachstumsfaktoren produzieren, die für die Wundheilung sorgen. Abstoßungsreaktionen gab es nicht, weil die fötalen Zellen noch keine Merkmale als fremdes Gewebe bilden. Die Zellen des Fötus sollen für mehrere Millionen Hautzellmatten zur Therapie reichen und bisher übliche Eigenhauttransplantate ersetzen. dpa

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