Frankfurt : Wilde Verfolgungsjagd nach Unfallflucht

Zwei Amokfahrer in einem Transporter töteten am Dienstagmorgen in Frankfurt eine Radfahrerin. Bei ihrem Fluchtversuch lieferten sich die Täter eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Dabei wurden mehrer Menschen verletzt.

FrankfurtBei einem Verkehrsunfall und einer anschließenden Amokfahrt durch den Frankfurter Norden sind am Dienstag eine Radfahrerin getötet und mehrere Menschen verletzt worden. Die Polizei keilte das Fluchtfahrzeug nach einer etwa zehnminütigen Verfolgungsjagd ein und nahm die beiden Insassen fest. Bei dem Amokfahrer soll es sich nach Polizeiangaben um einen 28-jährigen Dänen und seinen Zwillingsbruder handeln. Beide standen zum Tatzeitpunkt unter erheblichem Drogeneinfluss.

Der Kastenwagen hatte am Morgen gegen 07.40 Uhr auf der Homburger Landstraße eine Radfahrerin mit hoher Geschwindigkeit angefahren. Die 27-Jährige erlitt durch den Aufprall auf die Windschutzscheibe des Fahrzeugs und auf die Fahrbahn schwere Kopfverletzungen und verstarb wenig später im Krankenhaus.

Die beiden Insassen rasten mit dem Transporter danach stadtauswärts und prallten dort auf ein entgegenkommendes Polizeiauto. Auf der Flucht vor den Beamten rammte der 28-Jährige zwei weitere Streifenwagen und ein Privatauto. Zudem streifte der Kastenwagen den Fahrer eines Müllfahrzeugs und verletzte diesen leicht.

Die Amokfahrer standen unter starkem Drogeneinfluss

Nach mehreren Kilometern Amokfahrt konnte das Fluchtfahrzeug schließlich am Marbachweg von drei Streifenwagen eingekeilt und gestoppt werden. Bei der Festnahme leisteten die beiden äußerst aggressiven Fahrzeuginsassen erheblichen Widerstand, wobei drei Polizeibeamte leicht verletzt wurden. Angaben eines Polizeisprechers zufolge war der Fahrer gänzlich nackt und gemeinsam mit seinem leicht bekleideten Bruder "nicht mehr Herr seiner Sinne". Die Festgenommenen standen unter starkem Drogeneinfluss und wurden zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Dem Fahrer drohe wegen seines Zustands zudem die Einweisung in eine Nervenklinik.

Welchen Sachschaden die Amokfahrt angerichtet hat, stand am Dienstag noch nicht fest. Auf mehreren Polizeirevieren hatten sich im Laufe des Tages weitere Geschädigte gemeldet. Eine abschließende Schadensbilanz sollte erst am Mittwoch gezogen werden. (kk/ddp)

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