Frankreich : Sohn von Tschads Präsident Deby getötet

Ein Sohn des tschadischen Präsidenten Idriss Deby ist in Frankreich getötet worden. Brahim Deby wurde in Parkhaus seines Wohnhauses in Courbevoie bei Paris tot aufgefunden.

Brahim Deby
Der 27-jährige Brahim Deby wurde im Parkhaus seines Wohnhauses mit einer Wunde an der Schläfe tot aufgefunden. -Foto: AFP

CourbevoieEin Sohn des tschadischen Präsidenten Idriss Deby ist in Frankreich getötet worden. Brahim Deby sei in Parkhaus seines Wohnhauses in Courbevoie bei Paris tot aufgefunden worden. Die französische Staatsanwaltschaft hat erste Erkenntnisse zur Todesursache bekannt gegeben. Brahim Deby sei wahrscheinlich an Löschpulver aus einem Feuerlöscher erstickt, der in der Nähe der Leiche gefunden wurde, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit. Der Körper des Toten sei mit dem weißen Pulver bedeckt gewesen. Die an seiner rechten Schläfe festgestellte Wunde komme als Todesursache nicht in Frage, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Tat sei wahrscheinlich nicht politisch motiviert, hieß es aus Kreisen der tschadischen Regierung in Paris. Der 27-jährige Präsidentensohn war der französischen Polizei wegen Drogendelikten bekannt. Er war im Juni 2006 zu sechs Monaten Gefängnis wegen Waffen- und Drogenbesitzes verurteilt worden.
  
Die Polizei war am Nachmittag bei der Untersuchung des Tatorts. Dabei untersuchten die Ermittler auch einen in dem Parkhaus abgestellten Mercedes mit deutschem Kennzeichen. Es war aber unklar, ob dieser mit dem Verbrechen in Verbindung stand. Vor einem Notausgang in dem unterirdischen Parkhaus war ein Blutfleck zu sehen. Laut der Staatsanwaltschaft in Nanterre war noch nicht klar, ob es sich un eine von langer Hand geplanten Mord oder einen spontanen Totschlag handelte.
  
Brahim Deby war vergangenes Jahr nach einem Disco-Besuch in Paris festgenommen worden, nachdem eine Schusswaffe bei ihm gefunden worden war. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden dann auch 250 Gramm Cannabis und zwei Gramm Kokain entdeckt. Sein Vater Idriss Deby hatte ihn darauf von seinem Posten als "technischer Berater" seiner Regierung entbunden. (mit AFP)

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