Welt : Frauenleichen in einer Hütte entdeckt

Vöhl - Nach dem Fund von drei toten Frauen in Nordhessen soll eine Obduktion klären, ob sie an einer Kohlenmonoxidvergiftung starben. Die Staatsanwaltschaft in Kassel lässt die Leichen deshalb untersuchen. Wann die Ergebnisse vorlägen, sei noch unklar, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

Die Polizei geht davon aus, dass sich die 49, 44 und 23 Jahre alten Frauen am Edersee getroffen und dann in einer Blockhütte selbst mit Kohlenmonoxid getötet haben. Es gebe keine Anzeichen auf Fremdverschulden oder einen technischen Defekt.

Den Ermittlungen zufolge haben sich die Frauen in einem sozialen Netzwerk im Internet kennengelernt und gezielt auf dem Campingplatz getroffen. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie sich mit Kohlenmonoxid töteten – einem geruch- und geschmacklosen Gas. Dies stehe aber erst nach der Untersuchung der Leichen fest, betonte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. An der Badezimmertür in dem Blockhaus hatten Rettungskräfte eine Warnung vor dem Gas gefunden.

Die Frauen hatten auch Abschiedsbriefe hinterlassen. Der Platzbetreiber hatte die Leichen am späten Mittwochnachmittag in einer Blockhütte auf seinem Platz in Vöhl entdeckt. Die 49 Jahre alte Frau, die die Hütte für zwei Tage gemietet hatte, kam aus Frankfurt an der Oder, die 44-Jährige aus Schauenburg in der Nähe von Kassel und die 23-Jährige aus Potsdam. Gründe für den gemeinschaftlichen Suizid könnten psychische Erkrankungen sein, hieß es bei der Polizei weiter. dpa

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