Welt : Frei baden

Die EU-Kommission hat Europas Strandküsten und Seen untersucht. Ergebnis: Es kann losgehen

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Brüssel . Europas Küsten und Seen locken Urlauber auch in diesem Sommer mit nahezu ungetrübtem Badespaß. Eltern müssen an den beliebten Stränden am Mittelmeer, aber auch an der Nord und Ostsee weder um ihre noch um die Gesundheit ihrer Kinder bangen. Diese guten Nachrichten gehen aus dem jüngsten Badegewässerbericht der Europäischen Union hervor, den die zuständige Umweltkommissarin Margot Wallström am Donnerstag in Brüssel vorstellte. Zwar stammt die Untersuchung aus der Saison 2002, doch zeigt sie einen verlässlichen Trend auch für dieses Jahr auf. Interessierte können sich im Internet detailliert über ihren Urlaubsort informieren.

Die EU-Tester beurteilten die Qualität des Wassers anhand der in den Proben gefundenen Bakterien, Fäkalien, Mineralöle und Tenside. „Besonders Kinder sind für Darm-Infektionen oder Atembeschwerden nach dem Baden in verschmutztem Wasser anfällig“, sagte Wallström.

Die Freunde Mallorcas und der anderen balearischen Inseln können sich auf eine weiter hohe Wasserqualität freuen. Auch an den übrigen Mittelmeer- und Atlantikstränden Spaniens sind die Resultate gut.

Ausgezeichnet schnitten alle Küsten Griechenlands ab, wo die Urlauber landesweit glasklares und sauberes Wasser erwartet. Mit konstant guter Qualität können die Badegäste auch entlang des italienischen Stiefels rechnen. Unter den südlichen Reiseländern fällt nur Frankreich ab. Dort bemängelte die Kommission, dass sich die Wasserqualität am Atlantik und am Mittelmeer sowie an Seen im Landesinneren zwar verbessert habe, aber im Verhältnis zu anderen südlichen Urlaubsregionen noch hinterherhinke.

In die insgesamt gute Bilanz der Strände an der deutschen Nord- und Ostseeküste mischen sich ein paar Schwachpunkte. In Schleswig-Holstein fanden die Prüfer schmutzigeres Wasser als im Vorjahr vor allem auf Pellworm, auf Nordstrand sowie in Strande. Das einzige Badeverbot in Deutschland weist der EU-Bericht am Campingplatz Lehmberg an der Ostsee aus.

An der leichten Qualitätsminderung seien vor allem starke Regenfälle, das Elbehochwasser sowie Erdrutsche an der Steilküste schuld, hieß es. 2002 wiesen nur noch 97 Prozent der deutschen Strände und Badestellen am Meer zufriedenstellendes, sauberes Wasser auf – zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Wasserratten konnten nur noch an 83 Prozent aller Strände in glasklarem Wasser plantschen. Das war ein Rückgang um sechs Prozentpunkte. Erstklassig schnitten die Küsten der Niederlande ab, die von der Kommission als „beste Qualität in der EU“ gelobt wurden. Durchschnittlich schmutzigeres Wasser ergaben die Proben in Belgien.dpa

http://europa.eu.int/water/water-bathing/report.html

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