• Freispruch für Tommy Lee Gericht: Musiker nicht für Tod von Karvens Sohn verantwortlich

Welt : Freispruch für Tommy Lee Gericht: Musiker nicht für Tod von Karvens Sohn verantwortlich

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Santa Monica (dpa). Den amerikanischen Rockmusiker Tommy Lee trifft keine Schuld am Tod des vierjährigen Sohnes von Ursula Karven. Der ExEhemann von Pamela Anderson wurde am Donnerstag in Kalifornien von dem Vorwurf freigesprochen, durch Fahrlässigkeit den Tod des kleinen Daniel im Swimmingpool seines Hauses verschuldet zu haben. Nach dem einstimmigen Urteil der zwölf Geschworenen in Santa Monica war der Tod des Kleinen während der Geburtstagsparty für Lees und Andersons Sohn Brandon im Juni 2001 ein Unfall. Der Anwalt der deutschen Schauspielerin Karven und ihres amerikanischen Ehemannes James Veres hatte versucht, einen Schadenersatz von umgerechnet 9,18 Millionen Euro vor Gericht durchzusetzen. Sechs Tage dauerte der von Karven und Veres angestrengte Prozess.

Sichtlich gequält verfolgten sie in der ersten Zuschauerreihe die detaillierten Schilderungen der letzten Stunden ihres Sohnes, sahen die auf eine Leinwand projizierten Partyfotos von fröhlich spielenden Kindern und hörten die Aussage einer Zeugin, die mit ihrem Fuß am Grund des Pools gegen „etwas“ getreten war. Immer wieder kämpfte die 36-Jährige dabei mit den Tränen, ihr Mann saß meist mit gesenktem Kopf neben ihr. Als eine Gutachterin den qualvollen Tod durch Ertrinken beschrieb, ging Daniels Vater, der einstige Wettkampfschwimmer, aus dem Saal. Am Ende brauchten die zwölf Geschworenen nur eineinhalb Stunden, um den 40-jährigen Rockmusiker von aller Schuld freizusprechen. Sie wolle Gerechtigkeit, mit diesen Worten hatte Ursula Karven die Schadenersatzklage gegen Tommy Lee, der mit seinem exzessiven Lebensstil schon oft Negativ-Schlagzeilen gemacht hatte, begründet. Der Urteilsverkündung blieben sie und ihr Mann fern. „Wir sind erleichtert, dass dieser entsetzliche Prozess vorbei ist“, auch wenn die Jury nicht ihre Ansicht teile, teilte das Paar mit. Es sei wichtig gewesen, Klarheit darüber zu gewinnen, was genau sich an dem Tag der Tragödie an dem Pool abgespielt habe. Künftig will sich das Ehepaar nicht mehr zu dem Unglück äußern. „Wir müssen und wir werden nun den Blick auch nach vorne richten.“

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