Welt : Freispruch im Fall Peggy gefordert

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(dpa). Im Prozess um den Mord an der neun Jahre alten Peggy aus Lichtenberg in Bayern hat die Verteidigung auf Freispruch plädiert. Der Tatnachweis sei nicht geführt worden, sagte Anwalt Wolfgang Schwemmer in seinem Plädoyer. Der Staatsanwalt fordert eine lebenslange Haftstrafe. Das Urteil soll am Freitag gefällt werden. Einig waren sich die Prozessparteien, dass der geistig zurückgebliebene Angeklagte wegen mehrerer sexueller Übergriffe auf Kinder in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden sollte. Dem 26Jährigen wird unter anderem vorgeworfen, sich am 3. Mai 2001 an Peggy vergangen zu haben. Um diese Tat zu vertuschen, soll er die Schülerin nach Überzeugung der Anklage vier Tage später ermordet haben. Von Peggys Leiche fehlt bis heute jede Spur. Der Angeklagte hatte die Tat zwischenzeitlich gestanden. Nach Ansicht der Verteidiger entspringe dies aber wohl seinem „Wunschdenken“. Das Geständnis des Angeklagten sei außerdem voller Widersprüche. Zudem wollte ein Kraftfahrer Peggy in der Türkei gesehen haben.

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