Welt : Freispruch im Holzklotzprozess gefordert

Oldenburg - Im Prozess um den tödlichen Holzklotzwurf von einer Autobahnbrücke nahe Oldenburg hat die Verteidigung auf Freispruch für den Angeklagten Nikolai H. plädiert. Die Beweise gegen den 31-Jährigen reichten für eine Verurteilung nicht aus, sagte Anwalt Matthias Koch am Dienstag vor dem Landgericht. Sein ursprüngliches Geständnis habe H. sich möglicherweise aus Geltungsdrang nur ausgedacht, nachdem er zuvor wegen einer Zeugenaussage bereits ins Visier der Polizei geraten sei. Der psychologische Sachverständige, der im Prozess das später widerrufene Geständnis für glaubhaft befunden hatte, könne sich geirrt haben. Das Geschoss hatte am Ostersonntagabend vergangenen Jahres die Windschutzscheibe eines Autos durchschlagen und die 33-jährige Beifahrerin vor den Augen ihres Mannes und ihrer zwei Kinder getötet. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft gefordert. Am heutigen Mittwoch wird das Urteil gefällt. AFP

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