Funktionierender Tsunami-Alarm im Pazifik : Menschen retten sich auf Anhöhe

06.02.2013 18:31 Uhr
Die Karte des Pacific Tsunami Warning Centers zeigt die Alarmsignale. Foto: Reuters
Die Karte des Pacific Tsunami Warning Centers zeigt die Alarmsignale. - Foto: Reuters

Bewohner der Salomonen sind auf nahegelegene Hügel geflüchtet und sahen dort zu, wie unter ihnen ihre Dörfer im Wasser verschwanden. Mindestens vier Menschen verloren ihr Leben.

Honiara/Berlin - Bei einem Tsunami sind auf den Salomonen mindestens vier Menschen getötet worden. Das Erdbeben, das den Tsunami ausgelöste, hatte eine Stärke von 8.0 auf der Richterskala und ereignete sich um in der Nacht um 2.12 Uhr deutscher Zeit. Der Tsunami traf zunächst die Insel Temotu 50 Kilometer westlich des Epizentrums des Bebens.

Jeremiah Tabua, ein Mitarbeiter der dort ansässigen Hilfsorganisation „World Vision“, berichtete, er sei direkt nach dem Beben mit vielen der 4000 Bewohner der Hauptortschaft Lata auf Anhöhen geflüchtet. Das dürfte vielen Bewohnern das Leben gerettet haben. Nur Minuten später sei die Landebahn des Flughafens überspült worden.

Mindestens vier Dörfer in der Nähe des Flughafens wurden nach Angaben Tabuas von der etwa einen Meter hohen Welle getroffen, viele Häuser wurden zerstört. Die Flutwelle sei bis zu 500 Meter ins Landesinnere vorgedrungen. Nach ersten Berichten kamen bei dem Beben mindestens vier Menschen ums Leben, nach Angaben des Polizeichefs werden aber immer noch dutzende Personen vermisst. Derzeit arbeiten die Helfer daran, den Flughafen von Schutt zu befreien, um Hilfslieferungen zu ermöglichen. Viele der rund 900 Inseln der Salomonen liegen nur knapp über dem Meeresspiegel und sind deshalb besonders Anfällig für Tsunamis. Auf der Hauptinsel der Salomonen mit der Hauptstadt Honiara wurde ebenfalls Tsunami-Alarm, Menschen flüchteten ins Landesinnere. Weitere Tsunami-Warnungen wurden für Teile Neuseelands, Papua-Neuguineas und sogar Australien ausgesprochen. In den sieben Tagen vor dem Beben war es laut Angaben der amerikanischen Erdbeben-Beobachtungsstelle USGS zu mindestens 40 kleineren Beben gekommen, davon sieben mit einer Stärke von 6.0 oder mehr. Auch nach dem Hauptbeben kam es noch zu drei weiteren starken Erdstößen. Die Region ist besonders anfällig für Erdbeben, weil sich dort die australische Erdplatte unter die pazifische Erdplatte schiebt.

Im Jahr 2007 waren bei einem Beben der Stärke 8.1 auf der Richterskala auf den Salomonen über 50 Menschen ums Leben gekommen. Seitdem werden in der Region regelmäßig Tsunami-Übungen abgehalten. mam/dpa

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Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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