Welt : Fußball-Nationalmannschaft: Die deutsche Elf hat noch Koffer in Athen

Gerd Höhler

Als erste Maschine ist am Donnerstagmorgen um 6.05 Uhr eine Boeing der niederländischen Fluggesellschaft KLM vom neuen Athener Flughafen nach Amsterdam gestartet. Die griechische Fluggesellschaft Olympic Airways, die eigentlich mit einem Flug zur Ägäisinsel Santorin als erstes an der Reihe sein sollte, hatte das Nachsehen. Weil sich die Beladung der Olympic-Maschine verzögerte, konnte sie erst mit halbstündiger Verspätung starten.

Die Eröffnung des von einem deutschen Firmenkonsortium gebauten und betriebenen Flughafens war von kleineren Pannen begleitet. So starteten vier Auslandsflüge mit bis zu zwei Stunden Verspätung, weil sich die Abfertigung der Passagiere verzögerte. Vor allem vor den Schaltern von Olympic Airways bildeten sich lange Schlangen, weil die Gesellschaft zu wenig Personal eingesetzt hatte. Viele Mitarbeiter schienen noch Schwierigkeiten mit den neuen Computern zu haben. Auch ein Teil der Gepäckförderanlage fiel am Donnerstag kurzfristig aus. Nach Darstellung der Flughafengesellschaft kam es zu der Panne, "weil jemand auf den falschen Knopf gedrückt" habe. Das Problem sei aber nach wenigen Minuten behoben worden.

Betroffen von den Startschwierigkeiten war auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, die nach ihrem 4:2-Sieg in Athen am Mittwochabend nach Deutschland zurückflog. Die Maschine mit der deutschen Elf hob mehr als zwei Stunden später als geplant ab. Bei der Landung in Frankfurt gab es dann eine böse Überraschung: Das Gepäck vieler Passagiere des Sonderflugs war nicht mitgekommen. Zu den Leidtragenden zählten auch die Trainer Michael Skibbe, Hannes Löhr und Erich Rutemöller.

Das zuvor befürchtete Chaos auf den Zufahrtsstraßen zum neuen Flughafen blieb am Donnerstag aber aus. Die Polizei setzte an vielen Stellen zusätzliche Beamte ein, um den Verkehr zu beschleunigen. Ebenfalls reibungslos lief in der Nacht zum Donnerstag der Umzug vom alten zum neuen Athener Flughafen. Über 300 Lastzüge bewältigten den Mammut-Transport, der eine Stunde früher als geplant beendet wurde.

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