Welt : Gebiet der Cherokee: Erst mal in die Sauna

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Die CherokeeIndianer im US-Bundesstaat Georgia begeben sich tanzend in das neue Jahr. In dieser Hinsicht ähneln sie vielen Europäern. Wie Rahnee und Tracy Webb, die bei den Indianern Gäste sein durften, im Internet berichten, heißt der Beginn eines neuen Jahres dort „Alt und Neu“. In der Sprache mancher Indianer wird das Fest auch „Lelawash“ genannt. Den eigentlichen Feierlichkeiten geht ein mehrtägiges Fasten voraus. Der 31. Dezember wird mit einem morgendlichen Sauna-Gang begonnen, auf den ein großes Festmahl folgt. Nach dem Essen tanzen die Teilnehmer der Feier bis Mitternacht. Dann wird für das neue Jahr gebetet. Währenddessen wechseln die Kinder die Gebetsbeutel aus, die die Indianer das ganze Jahr hindurch getragen haben. Diese Gebetsbeutel werden aus Deckenresten und Kleidungsfetzen gemacht und sind mit Fäden zusammengebunden, die Kinder und alte Frauen das ganze Jahr über gesammelt haben. Die alten Bündel werden von den Kindern ins Feuer geworfen, damit ihre ehemaligen Besitzer sicher sein können, dass jedes einzelne ihrer Gebete durch den Rauch in den Himmel getragen wird. Erst nach diesem Ritual erhalten die Feiernden die neuen Stoffbehältnisse für ihre kommenden Fürbitten. Der Rest der Nacht ist für das Tanzen, Trommeln und Feiern bestimmt. hef

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