Geburtstag : Angeschlagener japanischer Kaiser wird 75

Der japanische Kaiser Akihito wird 75 und sein Volk macht sich Sorgen um seine Gesundheit. Seit längerem plagen ihn hoher Blutdruck und unregelmäßiger Puls. Hinzu kommt der Stress mit seinem Sohn, Kronprinz Naruhito, und dessen Frau, der depressiven Masako.

Akihito
Japans Kaiser Akihito zeigt sich seinem Volk hoffnungsfroh. -Foto: dpa

TokioTausende von Menschen haben am Dienstag in Tokio Japans Kaiser Akihito zu seinem 75. Geburtstag gratuliert. "Ich habe meinem Volk in jüngster Zeit Sorgen wegen meiner Gesundheit bereitet, doch ich glaube, dass ich mich allmählich erhole", rief der Monarch der Besuchermenge zu. Auch seine Schwiegertochter, Kronprinzessin Masako, die sich von einer langen stressbedingten Erkrankung erholt, zeigte sich auf dem verglasten Balkon des Palastes mit ihrem Mann, Kronprinz Naruhito, sowie Prinz Akishino und dessen Frau Prinzessin Kiko.

Der Monarch musste wegen Anzeichen einer Erkältung einige der Feierlichkeiten zu seinem 75. Geburtstag absagen. Kürzlich hatten Ärzte beim Kaiser Rückstände von Blutungen in Magen und Darm gefunden. Wegen unregelmäßigen Pulses und hohen Blutdrucks musste er Termine absagen. Die Ärzte führten dies auf physischen und psychischen Stress zurück. Auch eine Pressekonferenz zu seinem Geburtstag konnte er in diesem Jahr nicht abhalten.

Stress wegen der Schwiegertochter

Stattdessen ließ der Monarch das Volk in einer Erklärung wissen, dass er und seine Gemahlin hofften, das Kronprinzenpaar zu unterstützen. Er wünsche seinem ältesten Sohn und Thronfolger und dessen Frau Masako, die in der Zukunft "gewichtige Positionen" übernähmen, aufrichtig Gesundheit. Des Kaisers Worte kommen zu einer Zeit, da in Japan zunehmend spekuliert wird, dass sein Stressleiden von einer Kluft zwischen ihm und seinem ältesten Sohn Naruhito herrührt. Grund dieser Differenzen zwischen Vater und Sohn soll die Schwiegertochter sein.

Die einst fröhliche Karriere-Diplomatin Masako leidet bereits seit langem unter Depressionen, woran zum Teil das restriktive Leben im Palast Schuld sein soll. Die Kronprinzessin tritt kaum noch in der Öffentlichkeit auf. Ihr Mann hatte 2004 für Wirbel gesorgt, als er erklärte, es habe "Bestrebungen" am Hofe gegeben, die Karriere und Persönlichkeit seiner Gemahlin zu negieren. Masako sei "erschöpft" vom jahrelangen Versuch, sich der kaiserlichen Familie anzupassen. (ut/dpa)

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