Welt : Gedenkstunde für die Absturzopfer

Bewegende Trauerzeremonie in Luxemburg

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Luxemburg (dpa). 1400 Trauernde haben am Sonntag mit einem bewegenden Gottesdienst Abschied von den 20 Opfern des Flugzeugabsturzes vor vier Tagen in Luxemburg genommen. Die Maschine war von Berlin aus gestartet. Eine Antwort, warum die beiden Motoren des Propellerflugzeugs vor dem Absturz ausgefallen waren, erhielten sie bislang nicht. „20 blühende Menschenleben sind ausgelöscht worden“, sagte der Luxemburger Erzbischof Fernand Franck in der Kathedrale „Notre Dame“ von Luxemburg. Am Abend wurden die Leichen von neun Opfern nach Berlin überführt.

Unter den Trauernden waren Angehörige der Opfer sowie die Generaldirektion und die Belegschaft der Fluggesellschaft Luxair. 20 Helfer, die die beiden Überlebenden sowie die Leichen bargen und die Angehörigen betreuten, trugen Kerzen in die Kathedrale. Viele der Trauernden weinten.

Während der Trauerfeier wurden die Namen der Opfer verlesen, darunter der des Berliner Malers Michel Majerus. Der 35Jährige hatte in diesem Sommer eine Plane zur Verhüllung des Brandenburger Tors mitgestaltet. Nur der 27-jährige Pilot und ein französischer Passagier (36) hatten das Unglück schwer verletzt überlebt.

An der Gedenkfeier nahm neben dem luxemburgischen Großherzog Henri und Premierminister Jean-Claude Juncker auch Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe teil.

Am Mittwoch soll auch in der Berliner Gedächtniskirche ein Gedenkgottesdienst für die Absturzopfer stattfinden.

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