Gedenkzeremonie : USA gedenken der 9/11-Opfer

Mit einer Schweigeminute, Kranzniederlegungen und Gottesdiensten haben die Menschen in den USA der Terroropfer vom 11. September 2001 gedacht. Über die Zeremonie hatte es im Vorfeld Streit gegeben.

Ground Zero Foto: AFP
Ground Zero: Angehörige von Opfern des 11. Septembers 2001 während der Gedenkzeremonie in New York. -Foto: AFP

Washington/New YorkGemeinsam mit Menschen im ganzen Land würdigten US-Präsident George W. Bush und sein Vize Dick Cheney vor dem Weißen Haus in Washington die Opfer mit einer Gedenkminute um 8:46 Uhr (Ortszeit, 14:46 Uhr MESZ), dem Zeitpunkt der Flugzeugattacke auf das New Yorker World Trade Center genau sechs Jahre zuvor. In New York läuteten in diesem Augenblick die Glocken. Hinterbliebene legten an "Ground Zero", wo einst die Zwillingstürme standen, Blumen und Kränze nieder.
  
New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg leitete die Schweigeminute mit einer Ansprache ein. Der 11. September 2001 sei "ein Tag, der unsere Geschichte und unsere Herzen zerrissen hat". In einem nahe gelegenen Park wurden die Namen der 2749 Opfer des Anschlags auf das World Trade Center verlesen. Vier Mal wurde die Lesung unterbrochen, um der Augenblicke zu gedenken, in denen die Flugzeuge in die Türme krachten und die beiden Hochhäuser einstürzten. Am Abend sollen zwei Lichtsäulen an die eingestürzten Türme erinnern.

Großteil der Gedenkfeier nicht an "Ground Zero"
  
Die Zeremonie war nicht unumstritten. Erstmals fand der Großteil der Gedenkfeier nicht an "Ground Zero" statt, wo derzeit ein neues  Hochhaus-Ensemble entsteht. Auch die Teilnahme der New Yorker Präsidentschaftsanwärter Rudy Giuliani und Hillary Clinton an der  Namensverlesung wurde von Hinterbliebenen als zu politisch kritisiert.
  
An der Gedenkstätte vor dem Verteidigungsministerium in Washington legte Ressortchef Robert Gates einen Kranz nieder. Dort waren 184 Menschen getötet worden, als die Terroristen ein entführtes Flugzeug in das Gebäude lenkten. Auch nahe der Ortschaft Shanksville in Pennsylvania war eine Gedenkfeier geplant. Dort starben 40 Menschen, als Passagiere und Besatzungsmitglieder die Entführer angriffen und das Flugzeug abstürzte. (mit AFP)