Welt : Gegendarstellung

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Im Tagesspiegel vom 15. Juni 2002 verbreiten Sie auf der Seite „Weltspiegel“ unter der Überschrift Streit um Manfred Krugs Sex-Manuskript über meine Auseinandersetzung mit der Bild-Zeitung unzutreffende Darstellungen:

Sie schreiben im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der richtigstellenden Verbreitung eines Teils meiner Autobiographie in Bild: „Da scheint sich die "Bild"... einen bösen juristischen Streit eingehandelt zu haben, denkt man im ersten Moment. Und spekuliert weiter, dass „Bild“, um eine unschöne Gegendarstellung zu verhindern, sich wohl darauf einlassen mußte, diesen überlangen Textriemen abzudrucken... Bild hatte eine kurze Zusammenfassung dieser „Sex-Beichte"... veröffentlicht. Krug bemühte daraufhin seinen Anwalt und wollte eine Gegendarstellung durchsetzen. ... „Bild"-Chef Kai Diekmann bat Krug um das gesamte Manuskript. Nach Lektüre... urteilte Diekmann, Krugs Werk sei „ein wunderbares Stück Literatur, das ich unseren Lesern nicht vorenthalten will.“ Das Filetstück des noch nicht veröffentlichten Buches, die Stellen mit den deftigsten Sex-Szenen, durfte „Bild“ nun... vorab drucken."

Dazu stelle ich fest: Bild hat seine Zusammenfassung als Text von mir ausgegeben. Gegen Bild ist vom Landgericht Berlin angeordnet worden, meine Gegendarstellung abzudrucken. Herr Diekmann hat von mir nicht das „gesamte Manuskript“ erhalten. Ohne das Manuskript zu kennen, hat sich Bild nach der Entscheidung des Landgericht Berlin bereit erklärt, statt der Gegendarstellung den Richtigstellungstext zu verbreiten. Mehr als den veröffentlichten Teil des Manuskripts habe ich Bild nicht überlassen.

Sie schreiben: „Bislang soll Krug... noch mit keinem Verlag handelseinig geworden sein.“ Das ist falsch.

Berlin, den 15. Juni 2002

RA Johannes Eisenberg für

Manfred Krug

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