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Geisterfahrer : Betrunkener Lkw-Fahrer wendet auf der Autobahn

03.01.2013 17:09 Uhr
Der Sattelzug aus Litauen nach dem schweren Massenunfall.Bild vergrößern
Der Sattelzug aus Litauen nach dem schweren Massenunfall. - Foto: dpa

Ein Massenunfall auf der A1 hat zwei Todesopfer gefordert – die Autofahrer hatten keine Chance, dem querstehenden Sattelzug aus Lettland auszuweichen.

Auf der Autobahn 1 bei Bremen hat ein betrunkener Lastwagenfahrer seinen 40-Tonner gewendet, weil er in falscher Richtung unterwegs war. Mehrere Autos fuhren auf, zwei Menschen starben. Es handelt sich um einen 26 Jahre alten Mann und eine 20 Jahre alte Frau aus Hannover. Insgesamt waren elf Fahrzeuge an dem Massenunfall beteiligt, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Zwei Menschen wurden dabei leicht verletzt. Der 47 Jahre alte Unfallverursacher sei volltrunken aus seinem Führerhaus geholt worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Fahrer des Sattelzuges aus Lettland war am Neujahrsabend im Autobahndreieck Stuhr in Niedersachsen über die Ausfahrt entgegengesetzt zur Fahrtrichtung auf die Autobahn gefahren.

Als der Fahrer seinen Fehler bemerkte, wendete er auf der dreispurigen Strecke.

Der quer stehende Lastzug wurde für mehrere Autofahrer zum unausweichlichen Hindernis. Autos rutschten auf der feuchten Fahrbahn in die Leitplanken oder kollidierten mit anderen Wagen. Der Autobahnabschnitt musste für die Aufräumarbeiten mehrere Stunden zum Teil voll gesperrt werden. Den Gesamtschaden schätzte die Polizei auf rund 85 000 Euro.

Nach dem Unfall flüchtete der 47-Jährige mit seinem leicht beschädigten Fahrzeug Richtung Hamburg. Bei Oyten stoppten Polizeibeamte den Sattelzug. Der betrunkene Mann wurde vorläufig festgenommen. Derzeit befindet er sich in polizeilichem Gewahrsam in Delmenhorst, sagte ein Sprecher. Es werde geprüft, ob Haftbefehl beantragt werden solle. Mit einem Ergebnis wird am Donnerstag gerechnet.

Bei der Massenkarambolage am Neujahrsmorgen auf der B30 bei Ulm-Donaustetten in Baden-Württemberg sind die drei Todesopfer ersten Ermittlungen zufolge vor dem Crash aus ihren Autos ausgestiegen. Dabei seien sie vermutlich von heranfahrenden Autos erfasst worden, teilte die Polizei mit.

Warum sie ihre Fahrzeuge verließen, sei unklar. Ein 20-jähriger Mann und zwei 80 Jahre alte Eheleute kamen ums Leben. 13 Menschen wurden verletzt, drei davon schwer. Die Leichen lagen mehrere Dutzend Meter von den Wracks entfernt.

Zur genauen Klärung des Geschehens hat die Polizei Ulm eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet. Hinweise auf einen Geisterfahrer oder Alkoholkonsum der beteiligten Autofahrer gebe es nicht. (dpa)

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