Welt : Gekenterter Frachter: Mannschaft verschollen

Für die vier vermissten Besatzungsmitglieder des vor der französischen Atlantikküste gekenterten Frachters "Iles du Ponant" gibt es kaum noch Hoffnung. Die Rettungsarbeiten würden aber trotzdem bis auf weiteres fortgesetzt, erklärte die Seepräfektur in Brest.

In einer dramatischen Aktion war es am späten Mittwochabend gelungen, den Schiffsmechaniker aus dem kieloben vor dem bretonischen Hafen Le Croisic treibenden Wrack zu befreien. Der Gerettete hatte sich mit Klopfzeichen bemerkbar gemacht. Die Bergungsmannschaften schnitten ein Loch in den etwa 30 Meter langen Schiffsrumpf, durch das drei Spezialtaucher zu dem Mann vordringen und ihn herausholen konnten. Mit einem Hubschrauber wurde er an Land gebracht. Er hatte seit der Havarie in einer Luftblase ausgehalten und wurde mit Unterkühlung und unter Schock ins Krankenhaus transportiert. Sein Zustand gilt als zufrieden stellend.

Von dem Kapitän und den drei Matrosen fehlt nach wie vor jede Spur: "Die Suche in allen sichtbaren Teilen des Schiffes war leider vergeblich", erklärte der Präfekt der Region Loire-Atlantique, Michel Blangy. Am Donnerstagvormittag wurden die wegen einsetzender Flut und schlechtem Wetter unterbrochenen Rettungsarbeiten wieder aufgenommen. Ein Hubschrauber suchte mit einer Infrarotkamera das Meer um die Unglücksstelle ab. Eine Gendarmen-Einheit wurde mit der Suche am Strand in der Umgebung beauftragt. Die Behörden ordneten Ermittlungen zu Ursache und Ablauf der Havarie an. Die "Iles du Ponant" war am Dienstagabend mit fünf Mann Besatzung rund 200 Meter vor der bretonischen Küste gekentert und nahe dem Küstenort La Turballe auf einer Sandbank aufgesetzt.

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