Geldmangel : US-Experten sehen Klimaforschung in Gefahr

Angesichts chronischer Unterfinanzierung durch den Staat sehen Experten die weltraumgestützte Klimaforschung in den USA in Gefahr. Viele Beobachtungssatelliten sind überaltet.

Washington - Ein großer Teil der Nasa-Satelliten zur Erdbeobachtung, die wertvolle Daten zum Klimawandel wie etwa zum Abschmelzen der Polarkappen liefern können, sei überaltet, heißt es in einem Bericht der Nationalen Akademie der Wissenschaften. Die Akademie schätzt in einem bereits am Montag veröffentlichten Bericht, dass die Kapazität zur Erdbeobachtung über Satelliten der US-Weltraumbehörde NASA bis 2010 um etwa 40 Prozent abnimmt.

Für die Notlage machen die Experten sowohl Haushaltszwänge als auch die forschungspolitischen Prioritäten der Regierung von Präsident George W. Bush verantwortlich. Das Vorhaben, bemannte Missionen zu Mond und Mars zu schicken, enge den finanziellen Spielraum für erdbezogene Forschung ein. Wegen des teuren Kriegs im Irak ist der US-Haushalt ohnehin angespannt. Die Akademie, zu deren Aufgaben die Beratung der Regierung gehört, empfahl Investitionen in die Klimaforschung in Höhe von 7,5 Milliarden Dollar (5,8 Milliarden Euro) bis ins Jahr 2020. (tso/AFP)

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