Gentechnik : Schwein bringt leuchtende Ferkel zur Welt

Die Mutter strahlt im Dunkeln grün - die Babys nun auch: Eine genetisch manipulierte Sau hat in China fluoreszierende Ferkel zur Welt gebracht. Forscher wähnen einen Fortschritt für die Stammzellforschung.

Leuchtende Ferkel
Fluoreszenz: Rüssel, Maul und Zunge der chinesischen Ferkel leuchten unter ultravioletter Strahlung grün. -Foto: AFP

PekingEin genetisch verändertes Schwein, das im Dunkeln grün leuchtet, hat in China nun selbst fluoreszierende Ferkel zur Welt gebracht. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua heute meldete, gebar die von einem normalen Eber befruchtete Sau insgesamt elf Ferkel, von denen zwei die Leuchteigenschaft geerbt haben. Chinesische Forscher hatten der Sau und zwei anderen Schweinen im Dezember 2006 kurz vor ihrer Geburt ein fluoreszierendes Protein gespritzt. Bei den nun geborenen Ferkeln leuchten der Rüssel, das Maul und die Zunge grün, wenn sie  ultravioletten Strahlen ausgesetzt sind, wie Liu Zhonghua von der landwirtschaftlichen Universität Nordost in Harbin sagte.

"Das zeigt, das die Technologie, genetisch veränderte Schweine durch Zellkernübertragung zu produzieren, ausgereift ist", sagte Liu. Der Forscher betonte, mit der Geburt der beiden leuchtenden Ferkel sei nun bewiesen, dass diese Veränderung an die Nachkommen weitergegeben werden könne. Auch in Taiwan waren im Januar 2006 drei fluoreszierende Schweine gezüchtet worden, die im Dunkeln grün leuchteten. Die Forscher hatten dies als "wichtigen Fortschritt" in der Stammzellenforschung bezeichnet, vor allem für die Beobachtung der Entwicklung von Gewebe von aus Stammzellen gewonnenen Organen.  (jam/AFP)

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