Georgien : Nach den Kämpfen wüten die Waldbrände

Wegen des Kaukasus-Konflikts stehen im Zentrum Georgiens große Waldgebiete in Flammen. Georgien wirft Russland vor, mit Feuerbomben die Brände ausgelöst zu haben - Moskau dementiert.

GenfNach den Kämpfen mit Russland wüten im Zentrum Georgiens heftige Waldbrände. Fast 280 Hektar Wald seien bereits verbrannt oder stünden noch in Flammen, teilte die Naturschutzorganisation WWF am Mittwoch in Genf mit. Die Brände loderten demnach in dem Gebiet Borschomi-Charagauli, 60 Kilometer von der Hauptstadt Tiflis entfernt. Der WWF rief die Konfliktparteien auf, den Kampf gegen die Waldbrände aufzunehmen.

Das georgische Außenministerium hatte am Samstag mitgeteilt, dass russische Kampfhubschrauber Feuerbomben über der Schluchtenlandschaft in Zentralgeorgien abgeworfen hätten. Ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums sagte der staatlichen Nachrichtenagentur "RIA Nowosti", Russland trage keine Schuld an den Waldbränden und sei bereit, beim Löschen zu helfen. Nach Angaben von WWF sind vor allem der seltene kaukasische Rothirsch sowie eine kaukasische Salamanderart von den Feuern bedroht. (jam/AFP)

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