Welt : Gerhard Schröder lässt sich beim Tanzen von seiner Frau führen

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Bundeskanzler Gerhard Schröder lässt sich beim Tanzen von seiner Frau Doris Schröder-Köpf führen. Nach ihrem Eröffnungstanz mit Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel auf dem Landespresseball sagte sie: "Meinen Mann kann ich ab und an schon mal in die richtige Richtung drücken, bei Sigmar Gabriel geht das nicht. Er ist ein ausgesprochen guter Tänzer". Die Tanzhaltung des Kanzler-Ehepaares auf dem Presseball, wie sie auf dem Foto oben zu sehen ist, sagt einiges über die Tanzkünste Schröders und die Beziehung des Paares aus. Die enge Tanzhaltung, die streng betrachtet falsch ist, gibt dem Mann, der nicht erstklassig tanzen kann, Sicherheit, weil die Frau ihm mit dieser körperlichen Nähe signalisieren kann, dass sie fest zu ihm steht. In dem sie ihm körperliche Signale gibt, in welche Richtung er drehen soll, verliert er seine Angst, seinen Auftritt zu verpatzen. Sie gibt, er nimmt. Dieser Eindruck vermittelt sich auch unbeabsichtigt nach außen. Die beiden zeigen sich entspannt, harmonisch und kuschelig umschlungen der Ball- und Presse-Öffentlichkeit, die ein Traumpaar zu sehen bekommt. Würde Schröder richtig tanzen, hätte er die Führung inne, er würde sie etwas auf Distanz halten, eine Spannung aufbauen und die Frau könnte sich ganz dem seligen Gefühl hingeben, das sich einstellt, wenn ein guter Tänzer mit seiner Partnerin über das Parkett schwebt. Dann würde er geben und sie nehmen. Solches regelgerechtes Tanzen sieht zwar schön aus, aber enges Tanzen vermittelt einen stärkeren Eindruck von Intimität und Zusammengehörigkeit. Doch die Außenwirkung ist sicherlich nicht der Grund, warum das Traumpaar so schön eng tanzt.

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