• Gericht weist Klage von Thrombose-Opfern ab Britischer Richter: Fluggesellschaften sind nur bei Unfällen zuständig

Welt : Gericht weist Klage von Thrombose-Opfern ab Britischer Richter: Fluggesellschaften sind nur bei Unfällen zuständig

-

London (dpa). Opfer des so genannten TouristenklassenSyndroms sind vor einem britischen Gericht mit einer Sammelklage gegen internationale Fluggesellschaften gescheitert. Die 56 Kläger wollten 27 Airlines auf Schadenersatz verklagen, weil sie nach Langstreckenflügen an Thrombose erkrankten oder Angehörige an den Folgen der Blutgefäßstörung starben.

Der Richter betonte in seinem Urteil vom Freitag, die Betroffenen hätten nicht nachweisen können, dass es sich bei der Thrombose um einen „Unfall“ handelte. Nach der Warschauer Konvention von 1929 seien Fluggesellschaften aber nur für Schäden durch Unfälle verantwortlich.

Die Kläger wollen noch am Wochenende entscheiden, ob sie in Revision gehen. Ihre Anwälte argumentierten, dass den Fluggesellschaften die Risiken bekannt seien, sie aber die Passagiere trotzdem weiter in den Flugzeugen einpferchten. Die Warschauer Konvention stamme aus dem „Zeitalter der Doppeldecker“ und habe in der Ära der Jumbo-Jets keine Bedeutung mehr. Die Initiatorin der Sammelklage, Ruth Christoffersen, zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung des Gerichtes. „Die Airlines verstecken sich weiter hinter der Warschauer Konvention“, sagte die 56-Jährige, deren 28 Jahre alte Tochter Emma kurz nach einem Langstreckenflug von Australien nach England an Thrombose gestorben war. British Airways wies darauf hin, ihre Passagiere erhielten seit 1993 Ratschläge für entsprechende Übungen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben