Gerichtsentscheid in Frankreich : Magazin darf Nacktfotos von Kate nicht mehr nutzen
18.09.2012 18:03 UhrDie Nackt-Fotos der Herzogin von Cambridge dürfen nicht weiter verbreitet werden. Dieses beschloss das Gericht von Nanterre bei Paris am Dienstag, während das Paar noch weit weg auf Asien-Pazifik-Reise ist und erst am heutigen Mittwoch wieder in London erwartet wird.
Die Paparazzi-Fotos zeigen Kate nur mit einem Bikinihöschen bekleidet in einer Privatvilla im Urlaub in der Provence. Die Fotos wurden erst in der französischen Zeitschrift „Closer“, dann im „Irish Daily Star“ und am Montag im italienischen Klatschblatt „Chi“ abgedruckt, das wie „Closer“ im Mondadori-Verlag des früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi erscheint.
Bei „Chi“ war das besonders reißerisch aufgemacht: „Die Königin ist nackt“, stand in großen Buchstaben unter den Fotos. Prinz William und seine Ehefrau Catherine hatten wegen der Veröffentlichung der Oben-ohne-Fotos in „Closer“ Anzeige erstattet. In einem zivilrechtlichen Eilverfahren wollte das Paar die weitere Verbreitung der Fotos durch eine einstweilige Verfügung verhindern.
Laut Urteil dürfen die Fotos nicht weiter verbreitet oder verkauft werden. Das Blatt muss alle Fotos der Serie innerhalb von 24 Stunden an William und Kate aushändigen, sonst droht eine Strafe von 10 000 Euro pro Tag. Die aktuelle Ausgabe mit Kate darf aber weiter verkauft werden. Darin sind reichlich verschwommene Fotos zu sehen, die aus einer Entfernung von rund 800 Metern aufgenommen wurden. Angeblich sollen noch viel intimere Bilder des Paares existieren, die aber bisher nicht veröffentlicht wurden. Das Gericht schrieb in dem Urteil: „Das Privatleben wurde verletzt.“ Es habe sich bei den Fotos nicht um eine öffentliche Aktivität des Paares gehandelt, die eine Informierung der Öffentlichkeit rechtfertige. „Das Recht auf Information ist limitiert“, hieß es in der Erklärung.
Bildergalerie: Prinzenpaar auf Reisen
Royales Paar auf Reisen(30 Bilder)
Damit folgte das Gericht der Forderung von Aurélien Hamelle, dem französischen Anwalt von William und Kate. Er betonte, es gebe keine Zustimmung zur Veröffentlichung der Bilder, die private Szenen zeigen und mit dem Teleobjektiv aufgenommen wurden. Delphine Pando, die Anwältin von „Closer“, hatte angeführt, dass die Bilder von einer nahegelegenen Straße aufgenommen wurden und deshalb das Gericht aufgefordert, den Antrag auf einstweilige Verfügung abzulehnen.



































