• Gerichtsmedizinischer Abschlussbericht: Whitney Houston ertrank in heißem Badewasser

Gerichtsmedizinischer Abschlussbericht : Whitney Houston ertrank in heißem Badewasser

Nach dem vorläufigen Obduktionsbericht veröffentlichten Gerichtsmediziner am Mittwoch nun den Abschlussbericht. Demnach ertrank die Sängerin im Februar nach Kokainkonsum in kochend heißem Badewasser.

Mit einer Trauerfeier haben Familie und Freunde Abschied von Whitney Houston genommen. Foto: dpaAlle Bilder anzeigen
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19.02.2012 17:03Mit einer Trauerfeier haben Familie und Freunde Abschied von Whitney Houston genommen.

Mit Kokain im Blut ist die US-Sängerin Whitney Houston in der Badewanne ihres Hotelzimmers in Beverly Hills ertrunken. Das geht aus dem Abschlussbericht der Gerichtsmedizin hervor. In ihrer Nähe sei nach ihrem Tod am 11. Februar zudem ein Löffel mit Resten einer weißen Substanz gefunden worden, außerdem weitere Spuren von weißem Pulver im Badezimmer. Sie selbst wurde mit dem Gesicht nach unten in der Badewanne entdeckt, wie aus dem am Mittwoch in Los Angeles veröffentlichten Bericht weiter hervorgeht.

Wegen Beschwerden über Halsschmerzen habe eine Assistentin der Sängerin vorgeschlagen, ein Bad zu nehmen. Als die Assistentin später nach ihr sehen wollte, habe sie Houston tot in der Badewanne gefunden. Sie lag dem Bericht zufolge mindestens eine Stunde mit dem Gesicht nach unten im Wasser. Die Badewanne sei übergelaufen, das Wasser sei bis in das Hotelzimmer geflossen. Den Angaben zufolge war das Wasser außerdem so heiß, dass die Haut an Teilen des Körpers verbrüht war.

Whitney Houston - Leben und Tod einer Pop-Diva
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Ob es sich bei den im Zimmer nachgewiesenen Substanzen um Kokain handelte, wurde in dem Bericht nicht ausdrücklich mitgeteilt. Die Droge wurde aber bereits laut dem vor zwei Wochen veröffentlichten vorläufigen Obduktionsbericht im Körper Houstons, in Herz und Extremitäten, nachgewiesen. Als Todesursache wurde versehentliches Ertrinken festgehalten, wobei Kokain und eine Herzerkrankung eine Rolle gespielt hätten. Die Autopsie habe Spuren kürzlicher und chronischer Einnahme des Rauschgifts ergeben.

Dem toxikologischen Befund zufolge wurden bei Houston zudem Marihuana sowie die Medikamente Xanax, Flexeril und Benadryl nachgewiesen. Diese hätten aber nichts mit ihrem Tod zu tun. Alkohol wurde nicht nachgewiesen. Weder Gerichtsmediziner noch die Polizei wollten sich zu Details des Berichts äußern - etwa, wann Houston zuletzt Kokain eingenommen habe. Polizeisprecher Mark Rosen sagte, die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen.

Houston hatte über ihre Drogenprobleme offen gesprochen. „Der größte Teufel bin ich“, sagte sie 2002 in einem Fernsehinterview. "Ich bin entweder mein größter Freund oder mein schlimmster Feind."

(dpa)

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