Gerichtsstreit : Christiansen: Rosenkrieg mit Ex geht weiter

Sie steigen wieder in den Justiz-Ring: Der Honorarstreit zwischen Sabine Christiansen und ihrem Ex-Mann Theo Baltz ist noch nicht zu Ende. Beide Seiten werfen sich vor, Leistungen nicht erbracht zu haben.

BerlinDer Honorarstreit zwischen TV-Moderatorin Sabine Christiansen und ihrem Ex-Mann Theo Baltz geht in eine neue Runde. Nach Angaben einer Justizsprecherin findet am 13. Oktober vor dem Kammergericht Berlin die Berufungsverhandlung statt. Ende vorigen
Jahres war die Produktionsfirma der 50-Jährigen vom Landgericht zur Rückzahlung von Honoraren über knapp 1,1 Millionen Euro an die Firma ihres Ex-Mannes verurteilt worden.

Damit gaben die Zivilrichter der Klage der Firma Medienkontor statt, dessen Geschäftsführer Theo Baltz ist. Gegen das Urteil hatten
Christiansens Anwälte Berufung eingelegt. Der Streitwert belief sich ursprünglich auf 1,7 Millionen Euro. Denn auch die Produktionsfirma der Talkerin, TV21, hatte zu viel gezahlte Gelder über 715.000 Euro von der Firma ihres Ex-Mannes zurückverlangt. Angeblich wurden Leistungen nicht erbracht. Ihre Klage wurde im Gegenzug aber abgewiesen, weil das Gericht von einem "Pauschalvertrag" ausging. Zwar habe Medienkontor "tatsächlich Leistungen nicht erbracht", stellte das Landgericht fest. Diese seien jedoch "im Verhältnis zum Gesamtauftrag nicht so erheblich" und das Preis-Leistungsverhältnis damit nicht gestört, hieß es.

Baltzs Firma hatte früher die bis Juni 2007 ausgestrahlte  ARD-Talkshow "Sabine Christiansen" produziert. Seit September 2002 hatte dann Christiansens Unternehmen die Sendung im Auftrag des NDR hergestellt. Dabei soll vereinbart worden sein, dass Medienkontor
gegen eine Pauschale von etwas 40.000 Euro pro Sendung weiterhin Studio und Technik für die Talkshow an TV21 liefert. Die Beträge
sollen jedoch von TV21 ein Jahr später gekürzt worden sein, weil Leistungen nicht vollständig erbracht wurden. (eb/ddp)


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